The Project Gutenberg EBook of Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna und
seine Stellung in der Architekturgeschichte by Bruno Schulz



This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no
restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under
the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or
online at http://www.gutenberg.org/license



Title: Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna und seine Stellung in der
       Architekturgeschichte

Author: Bruno Schulz

Release Date: March 1, 2010 [Ebook #31461]

Language: German

Character set encoding: US-ASCII


***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS GRABMAL DES THEODERICH ZU RAVENNA UND SEINE STELLUNG IN DER ARCHITEKTURGESCHICHTE***





                            MANNUS-BIBLIOTHEK
                             herausgegeben
                   von Professor Dr. Gustaf Kossinna
                                  No. 3.

                                   Das
                    Grabmal des Theoderich zu Ravenna
             und seine Stellung in der Architekturgeschichte

                                   Von
                              Bruno Schulz
   ord. Professor fuer Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule zu
                                 Hannover

                Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild

                                Wuerzburg
                             Curt Kabitzsch
                                  1911.





                "*Mannus*", Zeitschrift fuer Vorgeschichte
            herausgegeben von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.

 Jaehrlich etwa 3-4 Hefte in zwangloser Folge, die zusammen einen Band von
ca. 20 Druckbogen mit ebensoviel Tafeln und reichlichen Textillustrationen
               bilden. Einzelne Hefte sind nicht kaeuflich.
       _Abonnementspreis pro Jahr M. 16.-, Einbanddecken a M. 1.-._

  *Inhalts-Verzeichnis des I. Bandes* (IV u. 350 S. mit 38 Tafeln u. 221
                            Textabbildungen):

*Geleitwort.* - *Gruendungsbericht* und *Satzungen* der Deutschen
Gesellschaft fuer Vorgeschichte. - I. Abhandlungen: _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und der Urindogermanen und ihre
Ausbreitung nach dem Osten*. I. Urfinnen und Nordindogermanen. Mit 25
Textabbildungen und 11 Tafeln. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), *Der Ursprung
der Urfinnen und der Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach dem Osten*.
II. Nordindogermanen und Suedindogermanen. Mit 22 Textabbildungen und 13
Tafeln. - _Montelius_*, O.*, (Stockholm), *Das Sonnenrad und das
christliche Kreuz I*. Mit 40 Textabbildungen. - _Montelius_*, O.*,
(Stockholm), *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz II*. (Fortsetzung
und Schluss). Mit 32 Textabbildungen. - _Devoir_*, A.*, (Brest),
*Urzeitliche Astronomie in Westeuropa*. Mit 4 Textabbildungen und 3
Tafeln. - _Rademacher_*, C.*, (Koeln), *Die germanische Dorfanlage der
Kaiserzeit* am Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Koeln. Mit
4 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Schmidt_*, R. R.*, (Tuebingen), *Das
Aurignacien in Deutschland*. Vergleichende Stratigraphie des aelteren
Jungpalaeolithikum. Mit 3 Tafeln. - _Weinzierl_*, R. R. von*,
(Teplitz-Schoenau), *Uebersicht ueber die Forschungsergebnisse in
Nordboehmen*. Mit 32 Textabbildungen und 1 Portraet. - _Rieken_*, K.*,
(Kottbus), *Drei Holzbrandplaetze mit Steinkern aus der Bronzezeit*. Aus
der staedt. Abteilung des Niederlausitzer Museums fuer Altertumskunde in
Kottbus N.-L. Mit 11 Textabbildungen und 1 Tafel. - II. Mitteilungen:
_Goetze_*, A.*, (Berlin), *Ostgotische Helme und symbolische Zeichen*. Mit
4 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Hess von Wichdorff_*, H.*, (Berlin),
*Ueber die ersten Anfaenge vorgeschichtlicher Erkenntnis im Ausgange des
Mittelalters*. Ein Beitrag zur Geschichte der vorgeschichtlichen
Wissenschaft. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), Vergessener Bericht ueber ein
Urnengraeberfeld der Latenezeit (?) in Ermsleben, Mansfelder Gebirgskreis,
vom Jahre 1710. Mit 1 Textabbildung. - _Schneider_*, H.*, (Leipzig),
*Rassereinheit und Kultur*. - _Wilke_*, G.*, (Chemnitz), *Der neue
Skelettfund des Homo Aurignacensis Hauseri*. Mit 1 Textabbildung. -
_Beltz_*, R.*, (Schwerin), *Einige seltenere steinzeitliche Funde aus
Mecklenburg*. Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Mueller-Brauel_*, H.*,
(Zeven), *Der "Hexenberg" am Wege Brauel-Offensen, Kr. Zeven*. Ein
steinzeitlicher Grabhuegel. Fundbericht von 1891. Mit 16 Textabbildungen
und 1 Tafel. - _Waase_*, K.*, (Neu-Ruppin), *Moeritzscher Funde*.
Urnengraeberfunde aus der Leipziger Tieflandbucht. Mit 2 Tafeln. -
_Hekler_*, A.*, (Budapest), *Eine neue Bronzebueste eines Germanen*. Mit 1
Textabbildung. - _Schmidt_*, H.*, (Loebau), *Ergebnis meiner Wallforschung
auf dem Breitenberge bei Striegau in Schlesien*. Mit 2 Textabbildungen. -
_Voges, Th._, *Vorgeschichte des Dorfes Beierstedt bei Jerxheim*. - III.
Aus Museen und Vereinen: _Kiekebusch_*, A.*, (Berlin), Die
vorgeschichtliche Abteilung des Maerkischen Museums der Stadt Berlin. Mit 5
Textabbildungen. - _Blume_*, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*.
Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu Posen. Juli-Dezember 1908. -
_Blume_*, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser
Friedrich-Museums zu Posen vom Januar bis Juni 1909. Mit 3
Textabbildungen. - _Guenther_*, A.*, (Koblenz), *Das Museum des Kunst-,
Kunstgewerbe- und Altertums-Vereins fuer den Regierungsbezirk Coblenz*. -
_Rademacher_*, C.*, (Koeln), *Praehistorisches Museum zu Koeln*. - _Funse_*,
F.*, (Braunschweig), *Staedtisches Museum Braunschweig*. Mit 3
Textabbildungen. - Deutsche Gesellschaft Naturw.-Abt. in Posen. Vortrag:
_Blume_, Die chronologische und ethnographische Methode der vorgeschichtl.
Forschung. - Societe prehistorique de France. - Sitzungsberichte der
Berliner Zweiggesellschaft der Deutschen Gesellschaft fuer Vorgeschichte. -
IV. Buecherbesprechungen. - V. Nachrichten. (Mit 3 Portraets u. 1 Tafel.)

  *Inhalts-Verzeichnis des II. Bandes* (IV u. 363 S. mit 17 Taf. u. 278
                            Textabbildungen):

I. Abhandlungen: _Rademacher_*, C.*, (Koeln), *Germanische Graeber der
Kaiserzeit* am Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Koeln. Mit
14 Textabbildungen und 4 Tafeln. - _Montelius_*, O.*, (Stockholm),
*Naturrevolutionen in Mittel-Italien vor dreitausend Jahren*. Mit 20
Textabbildungen. - _Guenther_*, A.*, (Coblenz), *Zur Entstehungs- und
Besiedlungsgeschichte des Neuwieder Beckens*. Mit 18 Textabbildungen und 5
Tafeln. I. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und
Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach Osten*. III. Nordindogermanen und
Suedindogermanen. Mit 71 Textabbildungen und 1 Karte. - _Froedin_*, O.*,
(Stockholm), *Ein schwedischer Pfahlbau aus der Steinzeit*. Mit 80
Textabbildungen. - II. Mitteilungen: _Berner_*, U.*, (Berlin), *Rasse,
Rassenmischung und Begabung*. - _Bieder_*, Th.*, (Hamburg), *Die deutsche
Rassenforschung und ihre Auspraegung in Dr. L. Woltmann*. - _Kossinna_*,
G.*, (Berlin), *Zum Homo Aurignacensis*. Mit 1 Tafel. - _Auerbach_*, A.*,
(Gera), *Tardenoisien in Ostthueringen*. Mit 9 Textabbildungen. -
_Guenther_*, A.*, (Coblenz), *Zwei Zonenbecher aus Urmitz*. Mit 3
Textabbildungen. - _Bezzenberger_*, A.*, (Koenigsberg), *Zur Geschichte der
Sichel*. Mit 3 Textabbildungen. - _Waase_*, K.*, (Neu-Ruppin), *Kantower
Funde*. Mit 5 Tafeln. - _Hindenburg_*, W.*, (Grossbeeren), *Neue Funde der
Latene-Zeit aus dem Kreise Teltow*. Mit 21 Textabbildungen. - _Krause_*,
E. H. L.*, (Strassburg), *Spelz- und Alemannengrenze*. - _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Zur Wochengoettervase vom Fliegenberg bei Troisdorf, Siegkreis*.
Mit 5 Textabbildungen. - _Solger_*, Fr.*, (Peking), *Das Klima
Norddeutschlands seit der Eiszeit*. Mit 5 Textabbildungen. - _Moetefindt_*,
H.*, (Wernigerode), *Das Dreiperiodensystem*. - _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Zum Dreiperiodensystem*. - _Jacob_*, K. H.*, (Leipzig),
*Bronzegefaess oder Stockknopf?* Mit 2 Textabbildungen. - III. Aus Museen
und Vereinen: _Beltz_*, R.*, (Schwerin), *Vorgeschichtliche Funde und
Untersuchungen in Mecklenburg*. 1907-1909. Mit 9 Textabbildungen. -
_Schultze_*, **M.*, (Bromberg), *Bericht ueber Neueingaenge des Jahres 1909
in der vorgeschichtlichen Sammlung im Museum der historischen Gesellschaft
zu Bromberg*. Mit 20 Textabbildungen. - Berliner Zweiggesellschaft der
Deutschen Gesellschaft fuer Vorgeschichte. Ausflug nach Seddin. -
_Kossinna_*, G.*, (Berlin), Ansprache ueber die kulturgeschichtliche
Stellung der Prignitz in der Vorzeit. Mit 6 Textabbildungen und 1 Tafel. -
Sitzungsberichte. - IV. Buecherbesprechungen. - V. Nachrichten. (Mit 2
Portraets.) - VI. Mitglieder-Verzeichnis.

                          *I. Ergaenzungsband:*
   *Bericht ueber die I. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft fuer
                             Vorgeschichte*
   zu Hannover, 6. bis 9. August 1909, herausgegeben von *Professor Dr.
                            Gustaf Kossinna*.
  IV u. 107 S. mit 2 Tafeln und 4 Abbildungen im Text. - Preis Mk. 4.-,
                          Einbanddecke M. 1.-.
 _Vorzugspreis_ fuer Mitglieder der Gesellschaft und Abonnenten des Mannus
                                _Mk. 3.-._

_Inhalt_: Ansprachen und Weihereden. - *Festmahl*: Auffuehrungen. -
*Vortraege*: _Kossinna_, Ueber vorgeschichtlichen Handel in Mitteleuropa. -
_Reimers_, Vorgeschichtsforschung und Denkmalpflege. - _Hoefer_, Die
Erforschung mittelalterlicher Burgen. - _Olbricht_, Das Klima der
postbaltischen Zeit und die vorgeschichtliche Chronologie. - _Schwantes_,
Slawische Skelettgraeber bei Rassau (Provinz Hannover). - _Feyerabend_, Die
Entstehung der Schlackenwaelle und die verschiedenen Typen der Burgwaelle in
der Oberlausitz. - _Kiekebusch_, Die wichtigsten Bronzezeitfunde des
Maerkischen Museums der Stadt Berlin. - _Schmidt_, Die spaetpalaeolithischen
Bestattungen der Ofnet. - _Schulz_, Das Theoderichgrabmal zu Ravenna und
seine Stellung in der Architekturgeschichte. - _Bezzenberger_,
Ostpreussische Grenzbeziehungen. - _Knoke_, Wanderung ueber das
Schlachtfeld des Teutoburger Waldes. - Diluvialarchaeologische _Konferenz_.
- *Ausfluege*: 1. In die Lueneburger Heide, nach Wohlde und zu den Sieben
Steinhaeusern bei Suedbostel (8. August). 2. Ins Wesergebirge und in den
Teutoburger Wald. Exkurs ueber den Flurnamen "Idistaviso" von Prof.
_Kossinna_. 3. Nach Sueddeutschland zum Besuch neugeordneter Sammlungen des
deutschen Palaeolithikums (13.-16. August). - _Schmidt_, Geologische und
archaeologische Ergebnisse seiner seit 1896 vorgenommenen Ausgrabungen
sueddeutscher Hoehlen. - _Schmidt_, Die Epochen der parietalen Kunst in den
Hoehlen Suedfrankreichs und Spaniens. - _Schmidt_, Die
diluvialpraehistorische Sammlung deutscher Funde in Tuebingen.





  [Illustration: Das Grabmal des Theoderich.
  Rekonstruktion von Bruno Schulz.]





      Darstellungen frueh- und vorgeschichtlicher Kultur-, Kunst- und
                            Voelkerentwicklung
                            herausgegeben von
                      Professor Dr. Gustaf Kossinna

                               *3. Heft.*


                                  *Das*
                        *Grabmal des Theoderich*
                              *zu Ravenna*
                                   und
              seine Stellung in der Architekturgeschichte

                                   Von

                             *Bruno Schulz*
  Professor fuer Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule Hannover

Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild



Wuerzburg
_Curt Kabitzsch (A. Stuber's Verlag)_
1911





         Koenigl. Universitaetsdruckerei H. Stuertz A.G., Wuerzburg.





                               ABBILDUNGEN


Das Grabmal des Theoderich. Rekonstruktion von Bruno Schulz. [Titelbild]
Bild 1. Grab des Theoderich, Westseite. [S. 2]
Bild 2. Grab des Theoderich, Ostseite. [S. 3]
Bild 3. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von Essenwein. [S. 4]
Bild 4. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von Haupt. [S. 5]
Bild 5. Rekonstruktion von Durm. [S. 6]
Bild 6. Perspektivische Ansicht des Mausoleums von Halikarnass.
Rekonstruktion von J. Buehlmann. [S. 7]
Bild 7. Vergleichende Zusammenstellung des Mausoleums zu Halikarnass mit
anderen antiken Denkmaelern in einheitlichem Masstabe, von J. Buehlmann. [S.
8]
Bild 8. Moles Hadriani, Rekonstruktion von Vandremer (1858). [S. 9]
Bild 9. [S. 13]
Bild 10. [S. 14]
Bild 11. Schema einer Aediculenreihe, in zwei Variationen. [S. 15]
Bild 12. Conchenreihe der Porta aurea des Diokletianpalastes in Spalato.
[S. 15]
Bild 13. Sarkophag vom Ende des 4. Jahrhunderts: Christus mit Aposteln. S.
Francesco, Ravenna. [S. 16]
Bild 14. S. Miquel de Lino. Saeulenfuss. [S. 16]
Bild 15. Die acht gleichen Waende des Obergeschosses. [S. 17]
Bild 16. Aedicula und Conche mit besonders eingesetzten Steinen fuer die
Verdachungen, aus den Substruktionen des grossen Tempels in Baalbeck. [S.
18]
Bild 17. Das goldene Tor in Jerusalem, Feldseite. [S. 19]
Bild 18. Saeulenkapitell im Museum zu Ravenna. [S. 20]
Bild 19. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Jetziger Zustand. [S. 21]
Bild 20. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Urspruenglicher Zustand. [S. 21]
Bild 21. Das Theoderich-Grabmal von Sueden gesehen. Urspruengliche
symmetrische Umrisslinie. [S. 22]
Bild 22. Die Tuerwand des Obergeschosses. [S. 23]
Bild 23. Tuer am sogen. Aeskulaptempel in Spalato. [S. 24]
Bild 24. Grundriss des Obergeschosses, rekonstruiert von Bruno Schulz. [S.
25]
Bild 25. Die Nische in der Ostwand des Obergeschosses, Innenansicht und
Schnitt. [S. 26]
Bild 26. [S. 27]
Bild 27. Herstellung der verlorenen Bogen-Architektur auf Grund des
Bruchstueckes im Museum zu Ravenna, nach Haupt. [S. 28]
Bild 28. Vom Diptychon des Boetius zu Monza. [S. 28]
Bild 29. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna, unvollstaendige Darstellung
nach Haupt. [S. 30]
Bild 30. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna, vollstaendige Darstellung. [S.
30]
Bild 31. Der Centralbau in Binbirkilise aufgenommen und rekonstruiert von
Carl Holzmann 1904. [S. 31]
Bild 32. Centralbau von Binbirkilise nach Darstellung Durms. [S. 31]
Bild 33. Centralbau von Binbirkilise. [S. 32]
Bild 34. Binbirkilise im Jahre, 1826 nach De Laborde. Links der
Centralbau. [S. 33]






In der ungeheuren Menge von monumentalen Bauwerken aus allen Zeiten, an
denen Italien so reich ist, ist doch kaum ein zweites, das gerade fuer den
Deutschen einen so ausgesprochenen Stimmungswert hat, wie das Grabmal, das
der grosse Ostgotenkoenig Theoderich sich vor den Toren seiner Residenz
Ravenna noch bei seinen Lebzeiten selbst errichtet hat. Alles, was wir von
Theoderich und seiner Zeit wissen und erfahren, mutet uns ja besonders an,
sind es doch Klaenge aus der stuermischen Jugendzeit unserer Rasse, und wir
koennen sagen, unseres Volkes. Als Dietrich von Bern ist er eine der
gewaltigsten Gestalten der deutschen Heldensage. Aber auch fuer die
geschichtliche Betrachtung kann er in gewissem Sinne an die erste Stelle
unter den germanischen Fuersten gestellt werden; ist er doch der erste
gewesen, der bewusst und, solange er lebte, mit Erfolg den grossen
Gedanken verfolgt hat, Erbe der roemischen Caesaren zu sein in dem Sinne,
germanischem Volke unter Wahrung nationaler Eigenart das ungeheure
Kulturgut zu eigen zu machen, das die antike Welt hinterlassen hat. Das
Schicksal aber ist hart ueber sein Lebenswerk hinweg geschritten und hat
wenige Jahre nach seinem Tode sein ganzes Volk vernichtet. So mischt sich
ein Gefuehl tragischen Mitleides in sein Andenken, und eine Stimmung, die
an derartiges anklingt, liegt auch ueber seinem Grabmal in seiner jetzigen
Gestalt und Umgebung. (Bild 1 und 2.)

  [Illustration: Bild 1. Grab des Theoderich, Westseite.]

  [Illustration: Bild 2. Grab des Theoderich, Ostseite.]

Kein Wunder also, dass gerade die deutsche Wissenschaft sich oefter mit dem
eigenartigen Denkmal beschaeftigt und die Raetsel zu loesen versucht hat, die
es uns aufgibt. Trotzdem ist darin aber ein abschliessendes oder auch nur
vorlaeufig befriedigendes Ergebnis bisher nicht erzielt worden.

Unter den verschiedenen Fragen, die ein Bauwerk der kunstgeschichtlichen
Forschung zu beantworten aufgibt, muss ja an erster Stelle die Frage nach
seiner urspruenglichen vom Erbauer beabsichtigten Gestaltung stehen, denn
erst ihre Beantwortung gibt den Tatbestand, der fuer Stellung und
Beantwortung weiterer Fragen grundlegend ist. Fuer das Grabmal des
Theoderich hat es nun zwar an Versuchen zur Loesung dieser grundlegenden
Frage nicht gefehlt; Mothes, Essenwein(1) und in neuester Zeit Durm(2) und
Haupt(3) haben geglaubt den urspruenglichen Zustand des eigenartigen
Bauwerkes zu kennen, keiner aber hat allgemein ueberzeugen koennen, weil
alle subjektiv und ohne bestimmte wissenschaftliche Methode probierend das
rekonstruiert haben, was der Grad ihrer Kenntnis des Bauwerkes, ihrer
Phantasie und ihres Geschmackes, sowie ihrer technischen
Gewissenhaftigkeit zuliess.

So haben mit Essenwein (Bild 3) die aelteren Bearbeiter die im achtzehnten
Jahrhundert angebauten Treppen zum Obergeschoss als urspruenglich
angenommen, nicht vorhandene Durchbrechungen des Gewoelbes ueber dem
Untergeschoss und der monolithen Kuppel ueber dem Obergeschoss gezeichnet
und im Anschluss an die eigenartigen bogenfoermigen Einarbeitungen, die am
oberen Teil des zehneckigen Hauptgeschosses sich befinden (vergl. Bild 1
und 2), eine um das Obergeschoss laufende Ringhalle ergaenzt, fuer deren
Herumfuehrung um die Ecken des Gebaeudes keine Moeglichkeit und fuer deren
Dachanschluss an die Wand keine Spuren vorhanden sind. So hat Haupt (Bild
4) einen ebenfalls um das ganze Obergeschoss herumlaufenden Bogenfries in
jenen Einarbeitungen angenommen, der technisch unmoeglich ist, weil er
besonderer, nicht vorhandener und nicht vorhanden gewesener
Befestigungsmittel bedurft haette und ueberdies auch geschichtlich in der
Erbauungszeit des Denkmals ohne jedes Beispiel ist (siehe Anmerkung I). Im
Gegensatz zu den beiden genannten Autoren hat Durm die technische
Unmoeglichkeit sowohl der Ringhalle wie auch des Bogenfrieses erkannt und
kommt, ohne eine andere Erklaerung fuer die Einarbeitungen ueber den
Wandnischen zu haben, deshalb zu dem Schluss, dass diese Einarbeitung, die
er "in ziemlich ungeschlachter Weise ausgefuehrt" nennt, "Be- und
Misshandlung des Baues aus einer spaeteren Zeit" seien und "mit dem Plane
des Architekten des grossen Theoderich nichts zu tun" haetten. In seiner
Rekonstruktion (Bild 5) fehlt also dem Bau jeder Wandschmuck ausser dem
unter den bogenfoermigen Einarbeitungen noch vorhandenen flachen
rechteckigen Nischen (siehe Anmerk. II).

  [Illustration: Bild 3. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von
  Essenwein.]

  [Illustration: Bild 4. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von
  Haupt.]

  [Illustration: Bild 5. Rekonstruktion von Durm.]

Entgegen diesen bisherigen Versuchen zur Rekonstruktion des Bauwerkes kann
zu wissenschaftlich einwandfreiem Ergebnis neben technischer
Gewissenhaftigkeit nur ein methodisches Verfahren fuehren, das von der
Grundwahrheit ausgeht, dass ein Bauwerk keine Willkuer- oder
Zufallsschoepfung, sondern ein Glied in einer bestimmten Entwicklungsreihe
ist, ebenso wie jedes organische Wesen in der Natur; von dem "inneren
Gesetz", das wie G. Semper sagt, "durch die Welt der Kunstform wie in der
Natur waltet". "So wie naemlich die Natur", sagt er, "bei ihrer unendlichen
Fuelle doch in den Motiven hoechst sparsam ist, wie sich eine bestaendige
Wiederholung in ihren Grundformen zeigt, wie aber diese nach den
Bildungsstufen der Geschoepfe und nach ihren verschiedenen
Daseinsbedingungen tausendfach modifiziert erscheinen, wie die Natur ihre
Entwicklungsgeschichte hat, innerhalb der die alten Motive bei jeder
Neugestaltung wieder durchblicken, ebenso liegen auch der Kunst nur wenige
Normalformen und -Typen unter, die aus uraeltester Tradition stammen, in
stetem Wiedervortreten dennoch eine unendliche Mannigfaltigkeit darbieten
und gleich jenen Naturtypen ihre Geschichte haben". Versuchen wir es also,
von dieser unbestreitbaren Grundwahrheit aus einen geschichtlichen
Ueberblick ueber diejenigen hauptsaechlichen typischen Kunstformen zu
erhalten, die fuer das Grabmal Theoderichs in Frage kommen koennen.

Es ist ein freistehendes monumentales Grabgebaeude, und dafuer gibt es seit
der hellenistischen Zeit im Altertum einen bestimmten Typus, den die
bedeutendsten Ausfuehrungen uebereinstimmend zeigen, moegen sie im einzelnen
auch recht verschieden sein. Der Typus, der in dem Mausoleum von
Halikarnass (Bild 6) seine hoechste kuenstlerische Ausbildung erlangt hat,
ist aelter als dies Wunderwerk der Baukunst. Zu diesem Typus (Bild 7)
gehoert zunaechst die zentrale Gestaltung des Ganzen, die auch da, wo der
Grundriss, wie beim Grab des Mausolos selber, nicht streng zentral,
sondern oblong ist, ihren Ausdruck in der Pyramide findet, die das Ganze
zentral bekroent. Von diesem zentralen Typus weichen nur diejenigen
freistehenden hellenistischen Grabbauten ab, deren Obergeschoss die
Tempelform wiederholt (siehe Nr. 2 auf Bild 7). Statt der wohl von der
aegyptischen hergeleiteten hellenistischen Pyramide tritt dann, namentlich
in roemischer Kunst auch die vom alten Tumulusgrabe hergenommene Kegelform
als obere Endigung des monumentalen Grabes auf (vergl. Moles Hadriani Bild
8), vereinzelt auch im Geschmack des dritten nachchristlichen Jahrhunderts
mit konkav geschwungener Meridianlinie, wie am sogenannten Grabe des
Absalom in Jerusalem, und erst sehr spaet die Kuppelform, die bei
griechischen Zentralbauten von aehnlichem Typ aber anderer Bestimmung
(Denkmal des Lysikrates, Nr. 4 Bild 7) sich vereinzelt schon frueh findet.
Neben der zentralen Gestaltung gehoert zu diesem antiken Grabestyp die ganz
charakteristische Aufeinanderfolge von vier verschiedenen Bauteilen ueber
einander, und zwar erstens ein schlicht behandeltes Untergeschoss, darueber
ein im Gegensatz zu diesem meist mit allen Mitteln architektonischer
Ausgestaltung reich geschmuecktes Hauptgeschoss, meist mit einer Tuer, aber
immer ohne aussen sichtbare Zugaenglichkeit dieses Geschosses, die, wenn
auch vielleicht bei einzelnen ganz grossen Bauten, wie beim Mausoleum in
Halikarnass, im Innern vorhanden, niemals jedoch aussen sichtbar gemacht
wurde. Dieser absichtlichen Abschliessung des Hauptteiles des Grabes liegt
wohl die verstaendliche Empfindung zugrunde, die Ruhestaette des gefeierten
Toten aller Stoerung durch die Lebenden zu entziehen, eine Anschauung, die
bei den hoch gelegenen in den steilen Abhang gehauenen Felsengraebern alter
Zeit, wie dem Grab des Darius, noch deutlicher zum Ausdruck gelangt. Ueber
diesem Hauptgeschoss erhebt sich haeufig (Mausoleum Bild 6 u. 7) ein
niedriger schlicht gehaltener Bauteil, der die Silhouette des Bauwerkes an
dieser Stelle verjuengt und als Unterbau fuer den vierten Bauteil, die das
Ganze bekroenende Pyramiden-, Kegel- oder Kuppel-Form dient. Diese
Bekroenung klingt dann in der Regel nach oben in plastischem Schmuck aus.

  [Illustration: Bild 6. Perspektivische Ansicht des Mausoleums von
  Halikarnass. Rekonstruktion von J. Buehlmann. (Zeitschrift f. Gesch. d.
  Arch. II S. 19.)]

  [Illustration: Bild 7. Vergleichende Zusammenstellung des Mausoleums
  zu Halikarnass mit anderen antiken Denkmaelern in einheitlichem
  Masstabe, von J. Buehlmann (Zeitschrift f. Gesch. d. Arch. II S. 17).]

  [Illustration: Bild 8. Moles Hadriani, Rekonstruktion von Vandremer
  (1858).]

Diese allgemein typischen Anordnungen, die durch die ganze
hellenistisch-roemische Zeit beibehalten werden, finden wir nun auch beim
Grab des Theoderich saemtlich wieder: Das schlicht behandelte hohe
Untergeschoss, darueber das Hauptgeschoss, dessen Waende flach verzierte
Nischen und jene bogenfoermigen und anderen Einarbeitungen enthalten, die
auf einen urspruenglich reichen Schmuck schliessen lassen. Nach Analogie
der anderen Beispiele des gekennzeichneten Typs muessen wir von vornherein
als wahrscheinlich annehmen, dass dieser Schmuck vor die Wand soweit
vortrat, dass in der Silhouette des Ganzen das Hauptgeschoss nicht
wesentlich schmaler erschien als das Untergeschoss. Dann folgt als dritter
der hier mit kleinen Fenstern versehene, als Unterbau des vierten, der
flachen monolithen Kuppel, dienende zylindrische Bauteil. Oben auf der
Kuppel befindet sich eine erhabene viereckige Anarbeitung, welche Loecher
enthaelt, die von der Aufstellung irgend eines bekroenenden Schmuckes
herruehren werden.

Die Frage nach der urspruenglichen aeusseren Gestalt des Grabmals im
einzelnen umschliesst nun die Unterfragen, erstens nach der Art des
architektonischen Schmuckes der Obergeschosswaende oder nach der Bedeutung
der an ihnen befindlichen Einarbeitungen und zweitens nach der Art des
oberen Abschlusses des Untergeschosses. Die jetzige das Untergeschoss
abschliessende Schicht ist naemlich augenscheinlich gleichzeitig mit den
Treppen, also nachtraeglich hergestellt, wieviel etwa auch von der zweiten
Schicht, laesst sich m. E. nicht sicher entscheiden, da der Treppenanbau
mit demselben Material wie der alte Bau und mit virtuoser Anpassung an die
alte Technik ausgefuehrt ist. Dazu kann drittens noch die wohl schwerlich
zu entscheidende Frage treten, welche Form die vermutliche Bekroenung auf
der Kuppel hatte. Alles andere am Aeusseren ist fraglos der alte
urspruengliche Zustand.

Die Hauptfrage nach der architektonischen Durchbildung der zehn Waende des
Hauptgeschosses kann nun nur beantwortet werden auf Grund einer
allgemeinen Entwicklungsgeschichte der architektonisch ausgebildeten Wand
fuer einen moeglichst langen Zeitraum, der die Erbauungszeit des Denkmals
mit umfasst. Gerade die Entwicklungsgeschichte der Wand ist aber bisher
nur recht unvollkommen bekannt und in der Formenlehre der antiken
Architektur gegenueber den Saeulenordnungen arg vernachlaessigt. So kennt das
beste Lehrbuch, das wir ueber die Baukunst der Roemer haben(4), ueberhaupt
kein besonderes Kapitel ueber die formale Ausbildung der Wand und Oskar
Bie(5) versteigert sich sogar zu der Bemerkung, "eine staendige oeffentliche
Wanddekoration von Bedeutung scheine es im Altertume nicht gegeben zu
haben!"

Das was der moderne Architekt das Problem der Fassade nennt, die Aufgabe,
das Aeussere eines Gebaeudes schoen durchzubilden, ist bereits an den
aeltesten griechischen Tempeln des siebenten Jahrhunderts in klassischer
Weise geloest durch die Erfindung der den Tempel umgebenden Ringhalle
(Pteron). Man war sich im Altertum klar darueber, und auch Vitruv hebt es
ausdruecklich hervor, dass die Ringhalle des Tempels weniger praktischen
Zwecken, wie etwa dem Schutze des Publikums gegen das Wetter, diente, als
vielmehr die Aufgabe hatte, die Wuerde des Gotteshauses in seiner aeusseren
Erscheinung zu erhoehen. In ihrer klaren Dreiteilung in Unterbau, tragende
Saeulen und getragenes Gebaelk hat die Ringhalle ja der klassischen
griechischen Kunst Veranlassung zu jener bestaendig vervollkommneten, in
den Gesamtverhaeltnissen und den Einzelheiten unuebertrefflich feinen
Durchbildung von Saeule und Gebaelk gegeben, die den wesentlichen Wert der
griechischen Architektur fuer alle Folgezeit ausmacht. Gegen die reiche
Ausbildung des Pterons musste nun die dahinter liegende Wand um so mehr
zurueckstehen, als gerade in der Gegensatzwirkung der glatten, wenig
ausgebildeten Wandflaeche zu dem reichen Wechsel von Licht und Schatten,
den das Pteron and seine Einzelformen boten, ein Hauptreiz der Architektur
lag. So ist es erklaerlich, dass, solange der Monumentalbau sich im
wesentlichen auf den Tempel beschraenkte, die Wand eine schlichte, wenig
veraenderte und im Gegensatz zu dem Vertikalismus des Pterons auf
horizontale Gliederung beschraenkte Ausbildung erfuhr und dass diese
einfache Erscheinung der Wand auch in spaeterer Zeit fast ueberall da
erhalten wurde, wo ein Pteron vor die Wand trat. Eine vortretende haeufig
profilierte Fusschicht, darueber an dem gegen Beschaedigung besonders zu
schuetzenden unteren Teil der Wand eine Sockelschicht aus grossen aufrecht
stehenden Steinen (Orthostaten), die also dem entspricht, was wir heute
Paneel nennen, darauf haeufig eine die Doppelreihe der Orthostaten
zusammenfassende und abdeckende Schicht, die als wenig vortretendes
Gurtgesims in die Erscheinung treten kann, und dann die glatte
ungegliederte Wandflaeche, die oben mit einem Kopfgesims mit Halsstreifen
gekroent ist, das ist die typische Horizontalgliederung der Wand.
Hinzugefuegter Schmuck tritt ebenfalls in wagrecht fortlaufenden Reihungen
und immer nur an den genannten wagrechten Gliederungen auf, in reichster
Weise ausgebildet in Form des plastischen Figurenfrieses, der bei Bauten
der klassischen Zeit auf dem Halsstreifen der Wand auftritt (Parthenon),
spaeter auch gelegentlich an anderer Stelle.

Mit der groesseren Bedeutung und monumentaleren Ausbildung auch der
Profanarchitektur in hellenistischer Zeit tritt aber fuer die Wand ein
allgemeineres groesseres Schmuckbeduerfnis auf und wird zunaechst in der
Weise befriedigt, dass die Werkform des noch nicht glatt abgearbeiteten
mit Randschlag und Bossenspiegel versehenen Quaders als Schmuckmotiv
aufgefasst und in der Form und durch Farbe dazu weiter ausgebildet wird.
Dann aber wird ein neuer, fuer die ganze weitere Entwicklung der Wand
bestimmender Schritt dadurch getan, dass gemalte oder plastisch
dargestellte Stuetzen, wie es scheint, wohl zunaechst nur den oberen Teil
der Wand, dann aber die ganze Hoehe der Wand vertikal gliedern. Ob die uns
erhaltenen Marmorreliefs der hellenistischen Zeit, die fuer diese Periode
die frueheren fortlaufenden Friese zum Teil ersetzt zu haben scheinen, zum
Flaechenschmuck fuer die so entstehenden Interkolumnienfelder gedient haben,
laesst sich bis jetzt nicht nachweisen, man kann es aber vermuten, weil im
folgenden Abschnitt der Entwicklung, von Augusteischer Zeit an,
vollplastische Figuren in Wandnischen demselben Zweck dienen, mittleres
Schmuckstueck von Interkolumnien einer Saeulenarchitektur zu sein, die in
ihrer Bedeutung gesteigert, nun ueber die Hoehe der ganzen Wand reicht und
zu kraeftigerer Schattenwirkung gebracht aus Dreiviertel- oder Vollsaeulen
vor der Wandflaeche besteht. Der Steigerung des flachen Wandpilasters zur
Vollsaeule wuerde ja auch die Steigerung des figuerlichen Reliefs zum
Vollbild in einer Nische genau entsprechen. Von hier an koennen wir die
folgende Entwicklung sicherer verfolgen. Sie beruht auf der weiteren
Durchbildung der Statuennische und auf der Zusammenstellung von mehreren
solcher Nischen. Zwei Formen von Nischen treten auf: die im Grundriss
rechteckige, die auch in der Ansicht oben horizontal endigt, und die im
Grundriss halbkreisfoermige Nische, die auch oben mit einer Halbkugel
abgeschlossen ist, beide Formen von Pilastern, Halbsaeulen oder frei
davorgestellten Vollsaeulen flankiert, die bei der rechteckigen Nische ein
vollstaendiges Saeulengebaelk mit dreieckigem oder flachbogig geschlossenem
Giebel tragen (Aedicula), und bei der Halbkreisnische ein um die Stirn der
Halbkuppel herum gefuehrtes vollstaendiges oder unvollstaendiges Gebaelk
aufnehmen, waehrend die Halbkuppel selbst in der Regel mit einer Muschel
geschmueckt ist (Concha, Bild 9 u. 10)(6). Diese architektonisch
ausgebildeten Nischen, Aediculen und Conchen, werden dann auch in
Wandflaechen angebracht, die nicht durch Pilaster oder Saeulen vertikal in
Felder geteilt sind, wo also wegen der Breite der Wandflaeche mehrere
Nischen nebeneinander Platz finden, und wo nun die nebeneinander gesetzten
Nischen zu einer Reihe verbunden werden koennen (Bild 11 u. 12). Solche
Reihen von Conchen und Aediculen mit menschlichen Figuren in den von Saeulen
flankierten Nischen sind dann in der Zeit der Voelkerwanderung das
bedeutendste und fast ausschliesslich angewandte Motiv zur Dekoration von
Wandflaechen und treten ueberall auch in der Kleinkunst an Sarkophagen (Bild
13), an Elfenbeinschnitzereien (Vergl. Diptychon des Boetius in Monza,
Bild 28) als bevorzugter Flaechenschmuck auf. Bild 14 gibt ein Beispiel
auch aus der germanischen Kunst der Voelkerwanderungszeit(7).

  [Illustration: Bild 9.]

  [Illustration: Bild 10.]

  [Illustration: Bild 11. Schema einer Aediculenreihe, in zwei
  Variationen.]

  [Illustration: Bild 12. Conchenreihe der Porta aurea des
  Diokletianpalastes in Spalato.]

  [Illustration: Bild 13. Sarkophag vom Ende des 4. Jahrhunderts:
  Christus mit Aposteln. S. Francesco, Ravenna.]

  [Illustration: Bild 14. S. Miquel de Lino. Saeulenfuss.]

Betrachten wir mit dieser Kenntnis der Wanddekoration der Zeit die Waende
des oberen Zehnecks am Grabmal des Theoderich. Acht von ihnen sind
uebereinstimmend ausgebildet, besonders gestaltet nur die Westwand wegen
der darin befindlichen Tuer und die Ostwand wegen eines daraus
hervorragenden Vorbaues, der im Innern eine Nische enthaelt. Die acht
uebereinstimmenden Seiten enthalten je zwei flache rechteckige Nischen
(Bild 1 u. 2), die an ihrem Sturz mit Ornament in feinem Masstab (Bild 15)
versehen sind. Ueber diesen Nischenpaaren befindet sich die Einarbeitung,
deren Rueckflaeche rauh gelassen, deren Kanten aber sorgfaeltig an allen acht
Waenden uebereinstimmend ausgefuehrt sind; sie schliesst nach unten mit einem
Paar von axial ueber jeder der beiden Nischen sitzenden Rundboegen ab, unter
deren drei horizontalen Kaempferlinien sich je eine rechteckige Fortsetzung
der Einarbeitung von 17 bis 19 cm Breite und 44 cm Hoehe befindet. Seitlich
gegen die Kanten des Gebaeudes hin hoeren die Einarbeitungen an allen zehn
Waenden mit steil schraeg aufsteigenden Linien auf. Die an den oberen Ecken
des Zehnecks um die Ecken laufenden Einarbeitungen haben nur 5 bis 6 cm
Hoehe und sind augenscheinlich nur eine spaetere Verstuemmelung der
urspruenglich glatt bis oben durchlaufenden Eckkanten. Die ganze Dekoration
war also offenbar fuer jede einzelne Wand getrennt ausgebildet, mit
Ausnahme je eines die Tuerwand mit den Nachbarwaenden verbindenden
Horizontalstreifens, der weiter unten noch besprochen werden soll. Da
diese Einarbeitungen an den Waenden zweifellos nur den Zweck gehabt haben
koennen, Verdachungssteine fuer die darunter befindlichen Nischen darin
einbinden zu lassen, und da an der Wand anderweitige Befestigungsmittel
fuer diese Steine ausser der Einarbeitung nicht vorhanden sind und nicht
vorhanden gewesen sein koennen, so folgt technisch notwendig, dass jene
Verdachungssteine noch eine anderweitige Unterstuetzung vor der Wand gehabt
haben muessen. Und das koennen der Sachlage nach nur drei Saeulen gewesen
sein, die die beiden Nachbarnischen flankierten. So ergibt sich als
Dekorationsmotiv der Wand aus technischer Erwaegung genau das, was wir als
typisches Dekorationsmotiv der Zeit historisch kennen gelernt haben: ein
von Saeulen flankiertes mit Rundbogengebaelk bekroentes Nischenpaar (Bild 15
rechts). Die steil schraeg nach oben aufsteigenden seitlichen Endigungen
der Einarbeitung ueber jedem Nischenpaar sind nichts als die gradlinigen
Umschreibungen der ausladenden Gesimskroepfe, mit denen die Bogensteine
hier gegen die Wand endigen. Bild 16 zeigt zwei beiderseitig mit aehnlichem
schraegen Abschluss in die Mauer eingelassene Steine aus den Substruktionen
des grossen Tempels in Baalbek, die in ganz aehnlicher Weise das
halbkreisfoermige und das giebelfoermige Bekroenungsgebaelk einer Nische
tragen. Am goldenen Tor an der Ostseite des Haram-esch-Scherif in
Jerusalem (Bild 17) sehen wir ein ganz aehnliches System von zwei
Rundbogengebaelken, hier ehemals auf zwei seitlichen Pilastern und einer
Mittelsaeule, wie wir es am Theoderichgrab uns zu ergaenzen haben, das mit
seinen Gesimskroepfen hier bereits mit einer ebenso steilen fast geraden
Linie an die Wand anschneidet. Die auf Bild 14 dargestellte westgotische
Basis ist als Parallele zur Wanddekoration des Theoderichgrabes darum ganz
besonders interessant, weil hier die gekuppelten Bogennischen, in denen
menschliche Figuren zwischen den Saeulen stehen, oben mit Bogen und
Eckakroterien frei endigen, also durchaus nicht mit einer Saeulenarkade
verwechselt werden koennen.

  [Illustration: Bild 15. Die acht gleichen Waende des Obergeschosses.]

  [Illustration: Bild 16. Aedicula und Conche mit besonders eingesetzten
  Steinen fuer die Verdachungen, aus den Substruktionen des grossen
  Tempels in Baalbeck.]

  [Illustration: Bild 17. Das goldene Tor in Jerusalem, Feldseite.]

Es ergibt sich also als urspruengliche Dekoration der acht gleichen Seiten
des Hauptgeschosses je ein Paar der typischen, mit Saeulen und
Rundbogengebaelk geschmueckten Nischen, die als Umrahmung und Hintergrund
fuer figuerlichen Schmuck zu denken sind. Dass Standspuren fuer die Saeulen
und die Statuen nicht mehr vorhanden sind, ist durch die Erneuerung der
obersten Schicht des Unterbaues bei Anlage der Treppe verschuldet. Die
vermutlich aus Marmor hergestellten Dekorationsstuecke sind vielleicht
bereits bei der schon kurze Zeit nach dem Tode des grossen Theoderich von
Belisar veranlassten Schaendung seines Grabes zerschlagen und verloren
gegangen. Im Museum zu Ravenna (Inv.-Nr. 509) befindet sich jedoch ein
kleines Saeulenkapitell (Bild 18) aus weissem Marmor mit zwoelfteiligem
Akanthuskelch und einem als Lorbeerblattstrang ausgebildeten Halsglied, im
Stil der Ausfuehrung wie die Kapitelle Theoderichs aus der
Herkulesbasilika, das einem oberen Saeulendurchmesser von 18 bis 19 cm
entspricht und 25 cm Hoehe hat, also nach Stilform und Abmessung wohl zum
Wandschmuck des Theoderichgrabes gehoert haben kann.

  [Illustration: Bild 18. Saeulenkapitell im Museum zu Ravenna.]

Der an der Ostseite befindliche Nischenausbau ist aussen (Bild 19), wie
die Einarbeitungen darueber an der Wand beweisen, von demselben Bogenpaar
bedeckt und bekroent gewesen wie die Nischen an den uebrigen Waenden und
dieses Bogenpaar muss natuerlich in seiner Vorsprungtiefe mit der 84 cm
betragenden Vorsprungtiefe der Nische ueberein gestimmt haben. Die an den
beiden Ecken der Nische angearbeiteten Rundstaebe von 20 cm Durchmesser
koennen spaetere Zutaten sein, koennen aber auch die beiden aeusseren der vor
den uebrigen Waenden stehenden drei Saeulen haben andeuten sollen (Bild 20).
Nimmt man nun die Vorsprungstiefe der Verdachungen an den uebrigen Waenden,
wie es natuerlich ist, ebenfalls wie an der Ostmauer mit 84 cm an, so
verliert das Bauwerk dadurch in seiner urspruenglichen fertigen Gestalt
(Bild 21) einen schweren aesthetischen Mangel, den es heute hat, und der
darin liegt, dass fuer den Blick von Norden oder Sueden das Vortreten des
Nischenbaues an der oberen Ostwand eine haessliche Stoerung der sonst von
unten an streng symmetrischen Silhouette des Grabmals ist.

  [Illustration: Bild 19. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Jetziger
  Zustand.]

  [Illustration: Bild 20. Die Ostseite des oberen Zehnecks.
  Urspruenglicher Zustand.]

  [Illustration: Bild 21. Das Theoderich-Grabmal von Sueden gesehen.
  Urspruengliche symmetrische Umrisslinie.]

Die Ausbildung der Tuer an der Westwand des oberen Zehnecks (Bild 22)
scheint bisher in ihrem jetzigen Zustand immer fuer vollstaendig erhalten
angesehen worden zu sein, und man hat die beiden rechteckigen
Einbindungsloecher unmittelbar neben ihrem Sturz noch weniger zu erklaeren
gewusst, wie die uebrigen Einarbeitungen. Nach Lage und Form sind aber
diese beiden Einbindungsloecher zweifellos einmal dazu bestimmt gewesen,
die typischen Tuerkonsolen aufzunehmen, wie sie seit dem Erechtheion zu
fast jeder vornehmen antiken Tuer gehoeren. Diese Konsolen werden bereits um
300 n. Chr. (Diocletians Palast in Spalato Bild 23) ihrem Beruf, die
Haengeplatte der Verdachung zu stuetzen, untreu und sitzen als blosse
Zierstuecke neben dem Tuersturz, haeufig auch in umgekehrter Form, das
oberste zu unterst. Also ist auch die Tuer in spaet roemischer Tradition
entworfen; und damit ist auch klar, dass die fein gezahnte sehr schwache
Haengeplatte, die von einer Reihe kleiner Akanthuskonsolen gestuetzt, an den
Tuersturz angearbeitet ist (vgl. die Tuer in Spalato Bild 23), fuer die
kraeftig umrahmte Tuer nicht das vollstaendige Bekroenungsgesims ist, dass
darueber vielmehr als eigentlich bekroenendes Glied noch die typische
ornamentierte Sima zu ergaenzen ist. Sie muss auf der Haengeplatte ohne
Duebelbefestigung gelegen haben (Duebelloecher sind nicht vorhanden) und
griff vielleicht mit einem kleinen angearbeiteten Ansatz in den
horizontalen Schlitz zwischen Tuersturz und Entlastungsbogen etwas ein. An
den nach innen senkrecht gradlinigen Kanten der beiden anderen
Einarbeitungen an der Tuerwand ist zu ersehen, dass das Tuerbekroenungsgesims
hier vertikal heruntergekroepft war; und das ist dieselbe Anordnung wie bei
dem simafoermigen Profil ueber der Tuer im Untergeschoss, die noch
vollstaendig erhalten ist. Die uebrige Form dieser seitlichen Einarbeitungen
zeigt, dass auch hier wieder das gekroepfte Gebaelk ueber je einer
Einzelsaeule neben der Tuer sich gegen die Wand totlief, hier aber nur
teilweise; ein Teil des Gesimses lief jederseitig um die Ecke und verband
so die sonst ganz vereinzelt stehenden, die Tuer flankierenden Saeulen mit
der Architektur der beiden Nebenwaende. Nach Ergaenzung der Sima ueber der
Tuer sitzt dann auch die Konsole (Trapezform 25 cm untere Breite und 26 cm
Hoehe) ueber der Tuer dicht ueber dem Bekroenungsgesims und wirkt mit einem
darauf zu ergaenzenden Schmuckstueck, vielleicht einem Kreuz oder einem
Portraet des Theoderich, als Mittelbekroenung der Tuer. So war die
urspruengliche aeussere Erscheinung des Grabmals, abgesehen von einer oben
auf der Kuppel wohl noch hinzuzudenkenden Bekroenung des Ganzen, etwa so,
wie auf dem Titelbild dargestellt.

  [Illustration: Bild 22. Die Tuerwand des Obergeschosses.]

  [Illustration: Bild 23. Tuer am sogen. Aeskulaptempel in Spalato.]

Vom Inneren des Bauwerkes hat besonders der obere runde Innenraum mit der
nach Osten gerichteten Nische Interesse. In diesem Raum (Bild 24) muss der
grosse Gotenkoenig bestattet gewesen sein. Seine Wand ist einst mit
Marmor-Inkrustation versehen gewesen, wie Isabelle(8) richtig gesehen hat.
Das zeigt erstens die Flaechenbeschaffenheit der Wand. Fein gespitzte und
von einem Saumschlag umzogene Quaderflaechen gelten bei Innenraeumen dieser
Zeit nicht, wie Durm meint, fuer fertig gearbeitet und fuer die Ansicht
bestimmt. Dann aber beweisen es auch die in ziemlich regelmaessiger
Anordnung noch vorhandenen mit Blei verstemmten Eisenpfloecke. Von diesen
laeuft eine horizontale Reihe besonders starker, in Hoehe von ca. 53 cm ueber
dem Fussboden um den Raum herum 5 zwei Reihen schwaecherer Eisen sitzen in
den Fugen 1,77 m und 2,64 m ueber dem Fussboden und eine vierte Reihe in
der Fuge unter der oben herumlaufenden gesimsartig vortretenden Schicht.
Mit dem einstigen Vorhandengewesensein einer Inkrustation stimmt es auch
ueberein, dass jene obere Schicht (Bild 25) ohne Unterglied mit
horizontaler Unterflaeche 10 cm vor die Wandflaeche vortritt, und dass auch
das an dem Schlussteine des Bogens ueber der Nische gearbeitete Kreuz von
nur 61 cm Hoehe die fuer diese Groesse ungeheuerliche Reliefstaerke von 15 cm
hat, sowie dass an dem unteren Kreuzarm noch die Reste von zwei seitlich
eingetriebenen Eisenhaftern sichtbar sind, von denen der eine spaeter das
Absplittern eines Teiles des Kreuzes veranlasst hat. An den Innenflaechen
der Nische fehlen die Eisenhafter, sie war also nicht inkrustiert. Ebenso
fehlen sie an der Kante, die die Wand des Raumes mit den Nischenwandungen
bildet, woraus hervorgeht, dass die Inkrustation weder um diese Kante
herumging noch an ihr aufgehoert hat, d.h., dass die Inkrustation ueber die
vorhandene Nische weglief, die dazu vorn zugemauert gewesen sein muss.
Diese Nische kann deshalb also nicht zur Altarnische bestimmt gewesen
sein, wie bisher stets angenommen worden ist. Gegen diese Annahme spricht
auch ausserdem die mit 1,90 m im Scheitel des Bogens nur sehr geringe Hoehe
der Nische, der Umstand, dass das Fenster in der Nische eine spaetere Zutat
ist, und dass der Fussboden der Nische 13 cm tiefer liegt als der jetzige
Fussboden des Raumes, dessen Hoehenlage der des alten Fussbodens
entsprochen haben wird, weil er buendig mit dem inneren Teil der durch die
ganze Mauerstaerke reichenden Tuerschwelle 6,5 cm unter dem aeusseren
Anschlag der Tuerschwelle liegt. Die Nische (Bild 25) selbst gehoert sicher
in ihrer jetzigen inneren Form der urspruenglichen Bauanlage an. Sie ist
sehr sorgfaeltig konstruiert. Die in den Lagerfugen mit Haken gearbeiteten
13 Bogensteine (einschliesslich der Kaempfersteine) von 61 cm Bogenstaerke
greifen alle ungeteilt durch die ganze Tiefe des von ihnen gebildeten, die
Nische ueberdeckenden Tonnengewoelbes durch. Einer von ihnen, der
Bogenanfaenger der linken, noerdlichen Seite, greift sogar mit Wiederkehr 21
cm weit in die Rueckwand der Nische ein, ergibt also damit die genaue
urspruengliche Tiefe der Nische mit 1,29 m. Von dem Mauerwerk der Nische
ist jedoch nur ein Teil noch urspruenglich. Ein grosser Teil der Rueckwand,
etwa zwei Drittel der Flaeche und die anschliessende suedliche Ecke sind
einmal herausgeschlagen und dann durch minderwertiges Mauerwerk zum Teil
aus kleinen unbearbeiteten Bruchstuecken mit dicker Moertelverschmierung
ersetzt worden, waehrend das alte Mauerwerk sehr sorgfaeltige dicht
schliessende Fugen ohne Moertel zeigt. Im Aeusseren greifen diese Spuren der
Zerstoerung und schlechten Wiederherstellung noch weiter und umfassen die
Suedwand des Nischenvorbaues mit. Die wieder verwandten grossen Quader sind
dabei nicht einmal fluchtrecht versetzt, und die Suedwand der Nische ist
denn auch 11 cm staerker ausgefallen als die Nordwand. Das Fenster der
Ostwand sitzt ganz in diesem Flickmauerwerk. Sein Sturz besteht aus zwei
schlecht gearbeiteten in Abstand von rechts 7 cm und links 10 cm
voneinander versetzten Platten von verschiedener und unregelmaessiger Dicke
und von anderem Steinmaterial als der uebrige Bau, ist also sicher neu.
Auch die Laibungen des Fensters sind ohne Sorgfalt weder lotrecht noch
winkelrecht, noch in ebenen Flaechen hergestellt und lassen auch deutlich
erkennen, dass das Fenster nachtraeglich notduerftig ausgebrochen ist.
Angesichts dieses Zustandes ist es sehr wunderlich, dass man bei den
bisherigen Aufnahmen das Fenster fuer echt gehalten hat. Die Nische war
also urspruenglich ohne Fenster und lag hinter der inkrustierten
Vermauerung von innen nicht sichtbar, aber durch das Kreuz am
Kaempferstein, das aus der Inkrustation etwa 5 cm herausragte, in seiner
Lage angedeutet. Man muss danach annehmen, dass diese Nische urspruenglich
keinen Altar, sondern etwas anderes, sehr Wertvolles, vor profaner
Beruehrung zu Schuetzendes geborgen hat, und das kann wohl nur die Leiche
des grossen Koenigs selber mit seinen Waffen und Kleinodien gewesen sein,
was denn auch die einstige Zerstoerung gerade dieses Bauteiles erklaeren
wuerde. So ist also durch zwingende technische Gruende, die ein jeder, der
beobachten kann, am Denkmal selbst nachpruefen mag, erwiesen, dass die
Anordnung dieser Nische dieselbe war, wie noch 288 Jahre spaeter die des
Grabes Karls des Grossen in Aachen, ein vermauerter ueberwoelbter Raum. Ein
Augenzeuge der von Otto III. im Jahre 1000 vorgenommenen Graboeffnung, sein
"protospatarius et comes sacri palatii" Otto von Lomello(9) wie auch der
Chronist Thietmar von Merseburg(10) berichten, dass die Leiche Karls in
einem vermauerten ueberwoelbten Raum nicht in einem Sarkophag liegend,
sondern auf einem Stuhle sitzend gefunden wurde. Auch fuer Theoderich wird
man danach also keinen Sarkophag in der nur 1,90 m breiten Nische
anzunehmen haben, sondern den toten Koenig im vollen Schmuck seiner Waffen
auf einem Stuhle thronend, vielleicht in halb sitzender halb liegender
Stellung.

  [Illustration: Bild 24. Grundriss des Obergeschosses, rekonstruiert
  von Bruno Schulz.]

  [Illustration: Bild 25. Die Nische in der Ostwand des Obergeschosses,
  Innenansicht und Schnitt.
  In den Hoehen a, b, c, d und bei e und f eiserne Haften.]

So erklaeren sich alle am Grabmal des grossen Koenigs vorhandenen Formen und
Spuren vorhandener Formen zwanglos technisch in Uebereinstimmung mit der
uns sonst bekannten Entwicklung, die Art der Bestattung als rein
germanisch, die Architekturformen aus den Traditionen der spaetroemischen
Architektur, wie sie zur Zeit der Erbauung des Grabmals noch lebendig
waren; und so zeigt sich uns das Grab des grossen Gotenkoenigs als ein
spaetes Denkmal, an dem die Gedanken der monumentalen roemischen
Wanddekoration noch einmal in folgerichtiger, wuerdiger und praechtiger
Weise Ausdruck gefunden haben. So stimmt auch sein Grab mit den
Bestrebungen ueberein, die Theoderich waehrend der ganzen langen Zeit seiner
Regierung verfolgt hat, die grossen roemischen Ueberlieferungen zu pflegen.
Mit welchem Eifer der Koenig gerade die Architektur seiner roemischen
Vorgaenger pflegt und nachahmt, fuer die er "persoenlich grosses Interesse
und Bewunderung hegt (er sagt, die Betrachtung derselben sei seine liebste
Erholung von den Sorgen der Regierung, Cass. Var. VIII, 15(11))", zeigen
viele Stellen in seinen Briefen, am deutlichsten vielleicht die Anweisung
an seinen Curator palatii, den Oberbaudirektor, "er solle dafuer sorgen,
dass niemand die Neubauten von antiken unterscheiden koenne!" (VII, 5). Den
Begriff "roemisch" muessen wir dabei fuer diese Zeit noch so fassen, wie ihn
Theoderich selber in seinen Briefen und Edikten meint, als Bezeichnung fuer
die einheitliche Kultur des gesamten Roemischen Reiches, ohne allzugrossen
Wert auf die Unterscheidungen: stadtroemisch, italisch, byzantinisch oder
syrisch zu legen. Wie Theoderich alle Stellen der Zivilverwaltung mit
Roemern, d.h. Nichtgoten besetzte, so werden auch die leitenden Baubeamten
und Architekten Roemer in diesem Sinne gewesen sein. Die uns erhaltenen
Namen von zweien seiner Architekten, Aloisius und Daniel, beweisen es
auch. Da in jener Zeit alttestamentarische Namen fuer Europaeer noch nicht
ueblich waren, so wird der letztere wohl Syrer gewesen sein. Gerade dieser
ist es, den der Koenig damit beauftragt, in Ravenna "Gewoelbe zu
konstruieren, wo man die Koerper derer, die man verloren hat, erhalten
koenne, ohne sie in die Erde zu legen, damit die Hinterbliebenen nicht mehr
genoetigt sind, ihr Erbgut zu vergeuden fuer die Toten, oder die Koerper
derer, die sie lieb haben, ohne Ehre zu ihrem grossen Leidwesen in eine
Grube geworfen zu sehen" (Cass. lib. III, 19). Es ist also wohl moeglich,
dass dieser Daniel auch der Architekt des Grabmals ist. Dass er, wenn
nicht gotische, so doch von gotischen Formen beeinflusste Steinmetzen am
Bau beschaeftigt hat, erscheint nach einigen Einzelformen, wie dem
"Zangenornament" am Hauptgesims wohl wahrscheinlich.





                               ANMERKUNG I.


Dass die Ergaenzung des Wandschmucks, wie sie Haupt will, technisch und
historisch unmoeglich ist, geht aus folgender Betrachtung hervor. Er
beansprucht fuer den von ihm ergaenzten Bogenfries ein im Museum von Ravenna
befindliches Marmorbruchstueck, und wenn er auch schliesslich sagt, er
behaupte nicht, dass dieses Stueck gerade da, am oberen Geschoss des
Grabmals gesessen haben muss, hat er sich doch nicht entschliessen koennen
zuzugeben, dass jenes Stueck da auf keinen Fall gesessen haben kann, ja
dass es ueberhaupt nicht auch nur in aehnlicher Weise irgendwo in eine Wand
eingesetzt gewesen sein kann. Auf der sorgfaeltig bearbeiteten Rueckseite
dieses Bruchstueckes (nach Haupts eigener Darstellung Bild 26) ist eine
gegen einen etwas erhabenen Rand ein wenig vertiefte glatte Flaeche
fuellungartig eingearbeitet und der gedrehte Schaft und die Basis des
kleinen Saeulchens sind bis scharf an die Rueckflaeche des Stueckes sorgfaeltig
profiliert, so dass ohne weiteres ersichtlich ist, dass das Bruchstueck
ueberhaupt nicht zum rueckwaertigen Einbinden in Mauerwerk bestimmt gewesen
sein kann. Trotzdem soll nach Haupt ein solches unten nur 7,5 cm dickes,
71 cm hohes flaches Marmorstueck ohne jede weitere Befestigung hochkant
gestanden haben, was technisch ja ganz unmoeglich ist, und nicht nur die 10
cm tiefe Ausarbeitung in der Wand ausgefuellt, sondern auch noch mit seiner
Vorderkante buendig mit den etwa 14 cm ausladenden Konsolen gesessen haben,
was also eine Mindestdicke von 24 cm voraussetzen wuerde. Ausserdem stimmt
die Form des Bruchstueckes an keiner Stelle mit der Form der Einarbeitung
ueberein. (Vgl. Bild 27 mit der Form der Einarbeitung Bild 15.) Dass die
jetzt dort an einigen Stellen vorhandenen Konsolen spaetere
mittelalterliche Zutaten sind, lehrt ihr Augenschein unmittelbar.
Geschichtlich wuerde ausserdem zur Zeit des Theoderich ein Bogenfries auf
Konsolen, der in Italien sonst nicht vor dem achten Jahrhundert, auch in
Syrien erst nach der arabischen Invasion auftritt, einen unglaublichen
Sprung in der Entwicklung bedeuten. Auch die von Haupt an den Gebaeudeecken
rekonstruierte sonderbare Form eines in steiler Schraege hoch gekroepften
und dann horizontal um die Ecke gefuehrten Gesimses (Bild 27) ist ganz ohne
Beispiel in der Geschichte. Haupt fuehrt als Beispiel dafuer das Diptychon
des Boetius zu Monza an (Bild 28). Schon an der von Haupt
unvorsichtigerweise nicht mit weggeschnittenen Gardinenstange und dem an
Ringen haengendem Vorhang unter dem schraeg dargestellten Gesims links kann
jedes Kind erkennen, dass Gesims und Gardinenstange nicht wirklich schraeg
ansteigend gemeint sind, sondern die perspektivische Darstellung des
horizontalen Verlaufs sind, da von der wirklich schraeg gelegten
Gardinenstange der Vorhang mit den Ringen selbstverstaendlich herabrutschen
wuerde.

  [Illustration: Bild 26.]

  [Illustration: Bild 27. Herstellung der verlorenen Bogen-Architektur
  auf Grund des Bruchstueckes im Museum zu Ravenna, nach Haupt.]

  [Illustration: Bild 28. Vom Diptychon des Boetius zu Monza.]

Das von ihm gleichfalls als Beispiel fuer ein solches schraeglaufendes
Gesims angefuehrte Beispiel an der Stuckdekoration von S. Giovanni in Fonte
ist ebenfalls eine perspektivische Darstellung eines nach vorn gerichteten
auf Saeulen ruhenden horizontalen Gebaelks (Bild 30). Haupt hat einfach die
vorderen Saeulen weggelassen (Bild 29). Beide Beispiele sind
perspektivische Darstellungen eines Saeulenbaldachins ueber den Figuren.

  [Illustration: Bild 29. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna,
  unvollstaendige Darstellung nach Haupt.]

  [Illustration: Bild 30. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna,
  vollstaendige Darstellung.]





                              ANMERKUNG II.


Durms Begruendung seiner Ansicht ist aus folgenden Gruenden hinfaellig. Er
sagt: "Die Flaechen, von denen sich die bogenfoermigen Verdachungen (gemeint
sind die Schildboegen fuer die bogenfoermigen Verdachungen, vgl. Bild 15)
abheben - sind ganz roh und unregelmaessig tief gearbeitet, so dass daraus
sicher geschlossen werden kann, dass die Mauerflaechen von Ecke zu Ecke
urspruenglich glatt durchgearbeitet waren." Das Letztere ist unzweifelhaft
richtig und entspricht ganz der antiken und jeder vernuenftigen
Steinmetzuebung fuer den gegebenen Fall. Zunaechst sind, nachdem die Wand aus
Bossenquadern mit Randschlag aufgefuehrt ist, die Wandflaechen von Ecke zu
Ecke glatt durchgearbeitet, denn nur dann koennen die Umrisse der
beabsichtigten Einarbeitungen, wenn sie ueber mehrere Quader und Schichten
greifen sollen, wirklich genau darauf aufgerissen werden, und erst dann
kann die umrissene Flaeche weggearbeitet werden. Die Einarbeitungen sind
also wirklich augenscheinlich spaeter als die glatte Wandflaeche ausgefuehrt,
aber nur in dem Sinne, wie etwa der Kuppelstein naturgemaess spaeter
versetzt sein muss als die Quadern der ihn tragenden Wand, ohne dass sie
deswegen einer zweiten Bauzeit angehoeren. Dass die ueber den Schildboegen
liegenden zurueckgearbeiteten Flaechen roh und unregelmaessig tief gearbeitet
sind, kann dabei nicht Wunder nehmen, denn diese Einarbeitungen koennen
keinen anderen Zweck gehabt haben als entsprechende Steine darin einbinden
zu lassen, und diese mussten dann jene Flaechen ganz verdecken, mussten nur
in den Rand, der in der Tat recht sorgfaeltig, durchaus nicht
"ungeschlacht" ausgefuehrt ist, gut einpassen und brauchten auf ihrer
Rueckseite keine Beruehrung mit den dahinter liegenden Flaechen zu haben. Es
kommt ja selbst bei den denkbar sorgfaeltigsten Werksteinausfuehrungen, die
wir kennen, den griechischen Tempelbauten der klassischen Zeit,
regelmaessig vor, dass Werkstuecke im Innern des Mauerwerkes rauh gelassen
werden und sich gar nicht beruehren (vgl. Durm, Baukunst der Griechen,
Handb. d. Arch. II 1, Cellamauerwerk Fig. 59). Es ist also auch die
Rauheit dieser Flaechen durchaus kein Grund, die Einarbeitungen fuer spaetere
Zutaten zu halten. Fuer seine Ansicht beruft sich Durm nun auf eine
Aufnahme von Holzmann(12) vom Zentralbau in Binbirkilise, wo, wie er sagt
"der Uebergang zur Kuppel durch eine wenig sprechende einfache Schraege
bewirkt war". Nun ist aber das, was Durm als Aufnahme Holzmanns dazu
abbildet, eine Durmsche Abaenderung der Darstellung, die sein Gewaehrsmann
mit "aufgen. u. reconstr. Holzmann" bezeichnet hat und die (Bild 31)
ausser anderen handgreiflichen Fehlern auch gerade in dem Uebergang zur
Kuppel schon an sich mathematisch eine Unmoeglichkeit enthaelt. Eine
Wasserschraege als Uebergang vom achtseitigen Tambour zur gleichfalls
achteckigen Kuppel muesste ja jedesmal mit einer Horizontalen, nicht mit
einer geknickten Linie an die Kuppelseite anschneiden. Durm hat das denn
auch erkannt und dadurch willkuerlich nach eigenem Ermessen verbessert
(Bild 32), dass er zwischen Tambour und Kuppel einen niedrigen Zylinder
einschob, an dem nun die Wasserschraegen bogenfoermig anschneiden, das
Resultat aber trotzdem unbedenklich als Holzmanns Aufnahme angefuehrt.

  [Illustration: Bild 31. Der Centralbau in Binbirkilise aufgenommen und
  rekonstruiert von Carl Holzmann 1904.]

  [Illustration: Bild 32. Centralbau von Binbirkilise nach Darstellung
  Durms.]

In Wirklichkeit ist der ganze obere Teil des Gebaeudes schon vor Holzmanns
Besuch zerstoert gewesen (Bild 33)(13), und die ganze Kuppel und der
Uebergang zu ihr ist lediglich seine Phantasie. Wenn man der Darstellung
von De Laborde aus dem Jahre 1826 Glauben schenken darf (Bild 34)(14), so
war der Bau vielmehr mit einem steinernen Zeltdach ueber einem Hauptgesims
abgeschlossen, was eine in Asien sehr verbreitete, fuer die armenischen
Kirchen noch heute typische und daher wohl glaubhafte Anordnung ist. So
ist Durms Rekonstruktion durch nichts begruendet.

  [Illustration: Bild 33. Centralbau von Binbirkilise.]

  [Illustration: Bild 34. Binbirkilise im Jahre, 1826 nach De Laborde.
  Links der Centralbau.]






                 "Mannus", Zeitschrift fuer Vorgeschichte
           herausgegeben von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.
               _Einzelne Hefte_* sind *_nicht kaeuflich_*.*
                   _Abonnementspreis pro Jahr M. 16.-._

                   *Inhalts-Verzeichnis des I. Bandes:*

*Geleitwort.*
*Gruendungsbericht* und
*Satzungen* der Deutschen Gesellschaft fuer Vorgeschichte.

                            _I. Abhandlungen:_

*Kossinna, G.*, (Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und der
Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach dem Osten*. I. Urfinnen und
Nordindogermanen. *Mit 25 Textabbildungen und 11 Tafeln.*

- -, *Der Ursprung der Urfinnen und Urindogermanen und ihre Ausbreitung
nach Osten*. II. Nordindogermanen und Suedindogermanen. *Mit 22
Textabbildungen und 13 Tafeln.*

*Montelius, O.*, (Stockholm), *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz I.
Mit 40 Abbildungen im Text.*

- -, *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz II.* (Fortsetzung und
Schluss.) *Mit 32 Textabbildungen.*

*Devoir, A.*, (Brest), *Urzeitliche Astronomie in Westeuropa*. *Mit 4
Textabbildungen und 3 Tafeln.*

*Rademacher, C.*, (Koeln), *Die germanische Dorfanlage der Kaiserzeit* am
Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Koeln. *Mit 4
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Schmidt, R. R.*, (Tuebingen), *Das Aurignacien in Deutschland*.
Vergleichende Stratigraphie des aelteren Jungpalaeolithikum. *Mit 3 Tafeln.*

*Weinzierl, R. R. von*, (Teplitz-Schoenau), *Uebersicht ueber die
Forschungsergebnisse in Nordboehmen. Mit 32 Textabbildungen und 1 Portraet.*

*Rieken, K.*, (Kottbus), *Drei Holzbrandplaetze mit Steinkern aus der
Bronzezeit*. Aus der staedt. Abteilung des Niederlausitzer Museums fuer
Altertumskunde in Kottbus N.-L. *Mit 11 Textabbildungen und 1 Tafel.*

                           _II. Mitteilungen:_

*Goetze, A.*, (Berlin), *Ostgotische Helme und symbolische Zeichen. Mit 4
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Hess von Wichdorff, H.*, (Berlin), *Ueber die ersten Anfaenge
vorgeschichtlicher Erkenntnis im Ausgange des Mittelalters*. Ein Beitrag
zur Geschichte der vorgeschichtlichen Wissenschaft.

*Kossinna, G.*, (Berlin), Vergessener Bericht ueber ein Urnengraeberfeld der
Latene-Zeit (?) in Ermsleben, Mansfelder Gebirgskreis, vom Jahre 1710.
*Mit 1 Textabbildung.*

*Schneider, H.*, (Leipzig), *Rassereinheit und Kultur*.

*Wilke, G.*, (Chemnitz), *Der neue Skelettfund des Homo Aurignacensis
Hauseri. Mit 1 Textabbildung.*

*Beltz, R.*, (Schwerin), *Einige seltenere steinzeitliche Funde aus
Mecklenburg. Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Mueller-Brauel, H.*, (Zeven), *Der "Hexenberg" am Wege Brauel-Offensen,
Kr. Zeven*. Ein steinzeitlicher Grabhuegel. Fundbericht von 1891. *Mit 16
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Waase, K.*, (Neu-Ruppin), *Moeritzscher Funde*. Urnengraeberfunde aus der
Leipziger Tieflandbucht. *Mit 2 Tafeln.*

*Hekler, A.*, (Budapest), *Eine neue Bronzebueste eines Germanen. Mit 1
Textabbildung.*

*Schmidt, H.*, (Loebau), *Ergebnis meiner Wallforschung auf dem
Breitenberge bei Striegau in Schlesien. Mit 2 Textabbildungen.*

*Voges, Th.,* *Vorgeschichte des Dorfes Beierstedt bei Jerxheim.*

                     _III. Aus Museen und Vereinen:_

*Kiekebusch, A.*, (Berlin), Die vorgeschichtliche Abteilung des Maerkischen
Museums der Stadt Berlin. *Mit 5 Textabbildungen.*

*Blume, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser
Friedrich-Museums zu Posen. Juli-Dezember 1908.

- - *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu
Posen vom Januar bis Juni 1909. *Mit 3 Textabbildungen.*

*Guenther, A.*, (Coblenz), *Das Museum des Kunst-, Kunstgewerbe- und
Altertum-Vereins fuer den Regierungsbezirk Coblenz*.

*Rademacher, C.*, (Koeln), *Praehistorisches Museum zu Koeln*.

*Fuhse, F.*, (Braunschweig), *Staedtisches Museum Braunschweig. Mit 3
Textabbildungen.*

Deutsche Gesellschaft Naturw.-Abt. in Posen. Vortrag: *Blume*, Die
chronologische und ethnographische Methode der vorgeschichtl. Forschung.

Societe prehistorique de France.

Sitzungsberichte der Berliner Zweiggesellschaft der Deutschen Gesellschaft
fuer Vorgeschichte.

                        _IV. Buecherbesprechungen._

            _V. Nachrichten._ *(Mit 3 Portraets und 1 Tafel.)*

--------------------------------------------------------------------------

              *I. Ergaenzungs-Band zum "Mannus", enthaltend:*

   *Bericht ueber die I. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft fuer
                              Vorgeschichte*

                    zu Hannover, 6. bis 9. August 1909

            herausgegeben vom I. Vorsitzenden der Gesellschaft

                     *Professor Dr. Gustaf Kossinna.*

    _7 Bogen mit 2 Tafeln und 4 Abbildungen im Text. - Preis Mk. 4.-._

_Vorzugspreis_* fuer Mitglieder der Gesellschaft und Abonnenten des Mannus
                                Mk. 3.-.*

_Inhalt:_ Ansprachen und Weihereden. - *Festmahl:* Auffuehrungen. -
_Vortraege:_* Kossinna*, _Ueber vorgeschichtlichen Handel in Mitteleuropa_.
- *Reimers*, _Beziehungen zwischen Vorgeschichte und Denkmalspflege_. -
*Hoefer*, _Erforschung mittelalterlicher Burgen_. - *Olbricht*, _Klima der
postbaltischen Zeit und die vorgeschichtliche Chronologie_. - *Schwantes*,
_Slawische Skelettgraeber bei Rassau (Provinz Hannover)_. - *Feyerabend*,
_Entstehung der Schlackenwaelle und die verschiedenen Typen der Burgwaelle
in der Oberlausitz_. - *Schmidt*, _Die spaetpalaeolithischen Bestattungen
der Ofnet_. - _Diluvialarchaeologische Konferenz_. - *Schulz*, _Das
Theoderichgrabmal zu Ravenna und seine Stellung in der
Architekturgeschichte_. - *Bezzenberger*, _Ostpreussische
Grenzbeziehungen_. - *Knoke*, _Wanderung ueber das Schlachtfeld des
Teutoburger Waldes_. - *Ausfluege:* 1. _In die Lueneburger Heide_, nach
Wohlde und zu den Sieben Steinhaeusern bei Suedbostel (8. August). 2. _Ins
Wesergebirge und in den Teutoburger Wald. Exkurs ueber den Flurnamen
"Idistaviso" von_ Prof. *Kossinna*. 3. _Nach Sueddeutschland_ zum Besuch
neugeordneter Sammlungen des deutschen Palaeolithikums (13.-16. August). -
*Schmidt*, _Geologische und archaeologische Ergebnisse seiner seit 1906
vorgenommenen Ausgrabungen sueddeutscher Hoehlen_. - *Schmidt*, _Die
diluvialpraehistorische Sammlung deutscher Funde in Tuebingen_.

Diese Vortraege bieten jedem Vorgeschichtsforscher reiches Interesse und
sind eine unentbehrliche Ergaenzung zu dem Bilde von der Taetigkeit der
Gesellschaft im 1. Geschaeftsjahre. Teilnehmer und Nichtteilnehmer der I.
Hauptversammlung sollten daher nicht versaeumen, sich den Ergaenzungsband
anzuschaffen. Der grosse Umfang des Tagungsberichts hat die Aufnahme in
den "Mannus" - die urspruenglich vorgesehen war - unmoeglich gemacht.

        *Verlag von Curt Kabitzsch in Leipzig, Doerrienstrasse 16.*

                            *Mannusbibliothek*

                           herausgegeben von
                       *Prof. Dr. Gustaf Kossinna.*

No. 1. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Spiral-Maeander-Keramik und Gefaessmalerei*.
(Hellenen und Thraker). III, 84 Seiten mit 100 Abbildungen im Text und 1
Tafel. 1910. Einzelpreis M. 8.10. - Vorzugspreis(15) M. 6.50.

No. 2. *Kimakowicz-Winnicki, M. von*, *Spinn- und Webewerkzeuge*.
Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas. III, 70
Seiten mit 107 Textabbildungen. 1911. Einzelpreis M. 8.10. - Vorzugspreis
M. 6.50.

No. 3. *Schulz*, Prof. *Bruno*, *Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna*
und seine Stellung in der Architekturgeschichte. 34 Seiten mit 34
Abbildungen im Text und 1 Titelbild. 1911. Einzelpreis M. 4.-. -
Vorzugspreis M. 3.15.

No. 4. *Bartelt*, Rektor *Wilhelm*, und *Waase*, Mittelschullehrer *Karl*,
*Die Burgwaelle des Ruppiner Kreises*. Ein Beitrag zur Heimatkunde. III, 65
Seiten mit 1 Karte und 20 Tafeln, enthaltend 27 Lageplaene, sowie 227
Abbildungen im Text. 1911. Einzelpreis M. 9.80. - Vorzugspreis M. 7.95.

No. 5. *Kropp, Philipp*, *Latenezeitliche Funde an der
keltisch-germanischen Voelkergrenze zwischen Saale und Weisser Elster*. IV,
132 Seiten mit 167 Abbildungen und 2 Kaertchen im Text. 1911. Einzelpreis
M. 15.30. - Vorzugspreis M. 12.25.

No. 6. *Kossinna*, Prof. Dr. *Gustaf*, *Die Herkunft der Germanen*. Zur
Methode der Siedlungsarchaeologie. 2. Aufl. Neudruck der Ausgabe von 1911
vermehrt durch Nachtraege und 9 Karten. II u. 30 Seiten mit 9 Karten. 1920.
Einzelpreis M. 10.-. Vorzugspreis M. 8.-. (Einband M. 8.-).

No. 7. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Suedwesteuropaeische Megalithkultur* und ihre
Beziehungen zum Orient. IV, 181 Seiten mit 141 Abbildungen im Text. 1912.
Einzelpreis M. 13.50. - Vorzugspreis M. 10.80.

No. 8. *Blume*, Dr. *Erich*, *Die germanischen Staemme* und die Kulturen
zwischen Oder und Passarge zur roemischen Kaiserzeit. I. Teil: VI, 213
Seiten mit 256 Abbildungen im Text und auf 6 Tafeln nebst 1 Karte. 1912.
Einzelpreis M. 14.40. - Vorzugspreis M. 11.55.

No. 9. *Kossinna*, Prof. Dr. *Gustaf*, *Die deutsche Vorgeschichte* eine
hervorragend nationale Wissenschaft. 3. verbesserte Auflage. VII, 255
Seiten mit 456 Abbildungen im Text und auf 50 Tafeln. 1921. Einzelpreis M.
50.-. Vorzugspreis M. 40.-. (Einband M. 8.-).

No. 10. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Kulturbeziehungen zwischen Indien, Orient
und Europa*. IV, 276 Seiten mit 216 Abbildungen im Text. 1913. Einzelpreis
M. 21.60 - Vorzugspreis M. 17.30.

                Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.

                               *"Mannus",*

                     *Zeitschrift fuer Vorgeschichte*

              herausgegeben von *Prof. Dr. Gustaf Kossinna*.

Jaehrlich 2-4 Hefte in zwangloser Folge, die zusammen einen stattlichen
Band mit vielen Tafeln und reichlichen Textabbildungen bilden. _Einzelne
Hefte sind nicht kaeuflich._

 _Bezugspreis der Baende 7 bis 10: je M. 36.-; fuer Band 11-12 (Doppelband)
                     M. 75.-; fuer Band 13: Mk. 60.-._

_Der Bezug des 1. Heftes verpflichtet zur Abnahme der Fortsetzung bis zum
                           Schluss des Bandes._

Die ersten 6 Baende sind nur noch in wenigen, bereits durch Nachdruck
ergaenzten Exemplaren vorhanden, der regulaere Bezugspreis davon ist
aufgehoben, der Verlag erteilt Interessenten auf Wunsch Auskunft, was die
Baende jeweils kosten.

                *Gesellschaft fuer Deutsche Vorgeschichte.*

  Foerderung der Urgeschichte unseres Volkes ist jetzt nationale Pflicht,
    dies kann nicht besser geschehen als durch Beitritt zur genannten
                              Gesellschaft.

_Der Mitgliedsbeitrag_ der Gesellschaft fuer deutsche Vorgeschichte betraegt
ab 1920 25 M., fuer Mitglieder der Berliner Zweiggesellschaft 3 M. mehr;
die Einzahlung desselben hat an den Verlag von *Curt Kabitzsch, Leipzig*,
Doerrienstrasse 16 (Postscheckkonto Leipzig 54228), zu erfolgen.

_Neuanmeldungen_* sowie *_Abmeldungen_ sind entweder an den Vorsitzenden,
_Herrn Geh. Regierungsrat __Professor Dr. G. Kossinna,
Berlin-Lichterfelde, Karlstrasse 10_, oder an den Schatzmeister der
Gesellschaft, Herrn *Ernst Snethlage, Berlin NW 5*, Quitzowstrasse 123 zu
richten.

        *Das Weib in anthropologischer und sozialer Betrachtung.*

                                  Von
                         *Dr. Oskar Schultze*,
           Professor der Anatomie an der Universitaet Wuerzburg.

                          _2. ergaenzte Auflage._

        VI und 64 Seiten mit 11 Abbildungen im Text. 1920. M. 6.-.

"In ruhiger objektiver Weise werden die Unterschiede von Mann und Weib auf
Grund des anatomischen Baues und der Entwicklungsgeschichte an der Hand
guter Bilder geschildert. Bietet eine wahre Fuelle von gesichtetem,
wichtigen Zahlenmaterial aus der einschlaegigen Literatur. Ein sehr
interessantes hoechst lesenswertes Buch".

                                        "Bayr. Aerztl. Korrespondenzblatt."

           *Vor- und fruehgeschichtliche Altertuemer Thueringens.*

    Im Auftrage Thueringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher
    Korporationen mit Unterstuetzung der Staatsregierungen von Preussen,
     Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und
               Schwarzburg-Sondershausen herausgegeben von

Prof. Dr.                 Sanitaetsrat Dr.    Prof. Dr.
*A. Goetze*                *P. Zschiesche*    *P. Hoefer*
Berlin-Grosslichterfelde   Erfurt             Wernigerode

   XLI und 466 S. mit 24 Lichtdrucktafeln, einer Uebersichts- und einer
                         archaeologischen Karte.
                                 M. 36.-.

                Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.

             Universitaetsdruckerei H. Stuertz A. G., Wuerzburg.

           _Curt Kabitzsch_ (A. Stuber's Verlag) in _Wuerzburg_.

                         *Mannusbibliothek*(16)
                           herausgegeben von
                     *Professor Dr. Gustaf Kossinna.*

                                 _No. 1._

               *Spiral-Maeander-Keramik und Gefaessmalerei.*

                         *Hellenen und Thraker.*

                          Von *Dr. Georg Wilke*.

               :: Mit 100 Textabbildungen und 1 Tafel. ::
                        *Einzel-Preis Mk. 4.50.*
 *Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.*

Die vorliegende Studie soll einen Beitrag zur Loesung des neuerdings wieder
so aktuell gewordenen Indogermanenproblems bilden, indem sie an der Hand
der archaeologischen Tatsachen die Herkunft der aeltesten thrakischen und
hellenischen Staemme Nord-Griechenlands aufzuklaeren sucht.

                                 _No. 2._

                       *Spinn- und Webewerkzeuge.*

     *Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas.*

                                   Von
                      *M. von Kimakowicz-Winnicki*
            *Museumsdirektor in Hermannstadt (Siebenbuergen).*

           Mit 107 Textabbildungen. *Einzel-Preis Mk. 4.50.*
*Subskriptions-Preis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.*

Diese Arbeit soll in erster Linie auf die verfehlte Forschungsrichtung in
der vorgeschichtlichen Webetechnik aufmerksam machen. Sie enthaelt ferner
eine Anzahl neuer Gesichtspunkte und Deutungen, die auf Grundlage eines
eingehenden Studiums der gesamten Textiltechnik festgestellt werden
konnten. *Sie ist nicht nur fuer den Praehistoriker, sondern auch fuer den
Ethnographen, Technologen und andere von Interesse.*

                                 _No. 3._

                *Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna*
            *und seine Stellung in der Architekturgeschichte*

                          Von _Bruno Schulz_,
    ord. Professor fuer Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule
                                Hannover.

              Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild.
                        *Einzelpreis Mk. 2.20.*
 *Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 1.75.*

                                 _No. 4._

                  _Die Burgwaelle des Ruppiner Kreises._

                      *Ein Beitrag zur Heimatkunde.*

                                  Von
Rektor *Wilhelm Bartelt* und Mittelschullehrer *Karl Waase* in Neuruppin.

   Mit 1 Karte und 20 Tafeln, enth. 27 Lageplaene und 227 Abbildungen.
                        *Einzel-Preis Mk. 5.50.*
   *Subskriptions-Preis*, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, *Mk.
                                  4.40*.

                                 _No. 5._

*Latenezeitliche Funde an der keltisch-germanischen Voelkergrenze zwischen
                        Saale und Weisser Elster.*

                        Von *Philipp Kropp*-Jena.

         *81/2 Bogen* mit 167 Abbildungen und 2 Kaertchen im Text.
           *Einzelpreis Mk. 8.50, Subskriptionspreis Mk. 6.80.*

                                 _No. 6._

                       *Die Herkunft der Germanen.*

                  Zur Methode der Siedlungsarchaeologie.

                   Von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.

                      2 Bogen mit einem Kaertchen.
           *Einzelpreis Mk. 1.50. Subskriptionspreis Mk. 1.20.*

                     Als _No. 7_ ist in Vorbereitung:

     *Suedeuropaeische Megalithkultur und ihre Beziehungen zum Orient *

                          Von *Dr. Georg Wilke*.

         Mit etwa 150 Textabbildungen. *Einzelpreis ca. Mk. 6.-,
Subskriptionspreis*, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, *Mk. 4.80*.

In Vorbereitung:

                                 _No. 8._

                       *Die germanischen Staemme*
                                   und
   *die Kulturen zwischen Oder und Passarge zur roemischen Kaiserzeit.*

                       Von *Dr. Erich Blume*-Posen.

                Ca. 12-15 Bogen mit ca. 200 Abbildungen.
       *Einzelpreis etwa Mk. 9.-, Subskriptionspreis etwa Mk. 7.-.*

         *Die vor- und fruehgeschichtlichen Altertuemer Thueringens*

    im Auftrage Thueringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher
   Korporationen mit Unterstuetzung der Staatsregierungen von Preussen,
     Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und
                       Schwarzburg-Sondershausen
                            herausgegeben von

*Prof. Dr.                 *Sanitaets-Rat Dr.   *Prof. Dr.
A. Goetze*                  P. Zschiesche*      P. Hoefer*
Berlin-Grosslichterfelde   Erfurt.             _Wernigerode_

        Mit 24 Lichtdrucktafeln und einer archaeologischen Karte.
                _Preis brosch. Mk. 20.-, gebd. Mk. 22.-._

Im Text gibt zunaechst Zschiesche Auskunft ueber die Entstehung des
muehevollen Unternehmens, dann Goetze eine ausfuehrliche und sehr lesenswerte
Uebersicht ueber die Vor- und Fruehgeschichte Thueringens. Als Kern des Werkes
folgt hierauf das von den drei Autoren bearbeitete Fundverzeichnis (400
S.), ein von Hoefer verfasstes wertvolles Literaturverzeichnis (43 S.),
Ortsregister und Tafelerlaeuterung. Die vorzueglich ausgefuehrten
Lichtdrucktafeln beruhen zum groessten Teil auf eigens fuer das Werk
hergestellten photographischen Aufnahmen und gewaehren einen vollen
Ueberblick ueber den Reichtum Thueringens an hoechst bemerkenswerten Funden
aus allen alten Kulturperioden Europas ..... Die drei Autoren haben _eine
Musterarbeit_ geliefert, auf welche sie selbst und das Land, dem sie
gewidmet ist, stolz sein koennen.

      "_Korrespondenzblatt d. Deutsch. Geschichts- und Altertumsvereine_".

     _Die neuesten Ergebnisse der Palaeontologie des Menschen und das
             Abstammungsproblem der heutigen Menschenrassen_

  von *Professor Dr. Joh. Sobotta-Wuerzburg*. Mit 4 Abbildungen im Text.
                            Preis Mk. *1.50*.

          Koenigl. Universitaetsdruckerei H. Stuertz A.G., Wuerzburg





                                FUSSNOTEN


    1 Essenwein A., Die Ausgaenge der klassischen Kunst, Handbuch d. Arch.
      Teil II, Bd. 3, erste Haelfte. Darmstadt 1886.

    2 Zeitschrift fuer bildende Kunst, Jahrg. 1906-07.

    3 Zeitschrift fuer Gesch. d. Arch. I, 1 u. 2.

    4 Durm, Die Baukunst der Roemer, Handb. d. Arch. II, Bd. 2.

    5 Die Wand und ihre kuenstlerische Behandlung von Oskar Bie, in dem
      Sammelwerk "Die Kunst" von Richard Muther, S. 4.

    6 Vergl. Bruno Schulz, Bogenfries und Giebelreihe in der roemischen
      Baukunst, Jahrb. des kaiserl. archaeolog. Instituts, Bd. XXI, 1906,
      S. 221 ff.

    7 Nach A. Haupt, Die aelteste Kunst insbesondere die Baukunst der
      Germanen. Leipzig, 1909. Abb. 55.

    8 M. E. Isabelle, Les edifices circulaires et les domes. Paris 1855.

    9 Mon. Germ. §§ VII, S. 106.

   10 Mon. Germ. §§ III, S. 781.

   11 Felix Dahn, Die Koenige der Germanen III. Abt., S. 168-172.

   12 Carl Holzmann, Binbirkilise, Hamburg 1904.

   13 Nach Joseph Strzygowski, Kleinasien, ein Neuland der
      Kunstgeschichte, Leipzig 1903.

   14 Nach Joseph Strzygowski, Kleinasien, ein Neuland der
      Kunstgeschichte, Leipzig 1903.

   15 Der Vorzugspreis tritt ein, wenn auf die Sammlung abonniert wird
      oder von den bereits vorliegenden Baenden mindestens 4 auf einmal
      bestellt werden. Gebunden kostet jeder Band M. 4.- bis M. 10.- mehr.

   16 Die bisher als "Darstellungen frueh- und vorgeschichtlicher Kultur-,
      Kunst- und Voelkerentwicklung" und als "Forschungen zur Frueh- und
      Vorgeschichte Europas" erschienenen beiden Serien werden unter dem
      Titel "Mannusbibliothek" vereinigt und fortgesetzt. Den Abonnenten
      der einen oder anderen frueheren Serie steht das Recht zur Ergaenzung
      zum Vorzugspreise zu. Umschlaege mit dem neuen Titel liefert der
      Verlag auf Verlangen gratis.





                       BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT


Die Fussnoten sind im Original je Seite neugezaehlt. Sie wurden in der
elektronischen Fassung am Ende zusammengefasst.

Die Abbildungen wurden nach dem jeweiligen Absatz positioniert, in dem sie
erwaehnt werden. Seiten, die nur Abbildungen enthalten, fehlen deswegen in
der Paginierung. Das Abbildungsverzeichnis wurde in der elektronischen
Fassung hinzugefuegt.

Die Anzeigen auf den letzten Seiten sind im Original teilweise in Fraktur
gesetzt, der Rest des Buches in Antiqua. Der Wechsel der Schriftart ist in
der elektronischen Fassung nicht wiedergegeben.

Korrektur von offensichtlichen Druckfehlern:

      Werbeseite: Gedankenstrich ergaenzt vor "Froedin"
      Werbeseite: Punkt ergaenzt hinter "M"
      Legende zu Bild 18: "Saeulenkapitel" geaendert in "Saeulenkapitell"
      Seite 27: "protospalarius" geaendert in "protospatarius"
      Seite 29, Fussnote: "die" geaendert in "Die"
      Werbeseite: "france" geaendert in "France"

Kommasetzung wurde nicht veraendert, Schreibvarianten wie
"Aedicula/Aedicula", "Baalbek/Baalbeck", "Boetius/Boetius" wurden nicht
vereinheitlicht.





***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS GRABMAL DES THEODERICH ZU RAVENNA UND SEINE STELLUNG IN DER ARCHITEKTURGESCHICHTE***



                                 CREDITS


March 1, 2010

            Project Gutenberg TEI edition 1
            Produced by Karl Eichwalder, Martin Agren, Stefan Cramme and
            the Online Distributed Proofreading Team at
            http://www.pgdp.net



                      A WORD FROM PROJECT GUTENBERG


This file should be named 31461.txt or 31461.zip.

This and all associated files of various formats will be found in:


    http://www.gutenberg.org/dirs/3/1/4/6/31461/


Updated editions will replace the previous one -- the old editions will be
renamed.

Creating the works from public domain print editions means that no one
owns a United States copyright in these works, so the Foundation (and
you!) can copy and distribute it in the United States without permission
and without paying copyright royalties. Special rules, set forth in the
General Terms of Use part of this license, apply to copying and
distributing Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works to protect the Project
Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} concept and trademark. Project Gutenberg is a registered
trademark, and may not be used if you charge for the eBooks, unless you
receive specific permission. If you do not charge anything for copies of
this eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
performances and research. They may be modified and printed and given away
-- you may do practically _anything_ with public domain eBooks.
Redistribution is subject to the trademark license, especially commercial
redistribution.



                    THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE


_Please read this before you distribute or use this work._

To protect the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} mission of promoting the free
distribution of electronic works, by using or distributing this work (or
any other work associated in any way with the phrase "Project Gutenberg"),
you agree to comply with all the terms of the Full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
License (available with this file or online at
http://www.gutenberg.org/license).


                                Section 1.


General Terms of Use & Redistributing Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works


                                   1.A.


By reading or using any part of this Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic work,
you indicate that you have read, understand, agree to and accept all the
terms of this license and intellectual property (trademark/copyright)
agreement. If you do not agree to abide by all the terms of this
agreement, you must cease using and return or destroy all copies of
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works in your possession. If you paid a fee
for obtaining a copy of or access to a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic work
and you do not agree to be bound by the terms of this agreement, you may
obtain a refund from the person or entity to whom you paid the fee as set
forth in paragraph 1.E.8.


                                   1.B.


"Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be used on or
associated in any way with an electronic work by people who agree to be
bound by the terms of this agreement. There are a few things that you can
do with most Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works even without complying
with the full terms of this agreement. See paragraph 1.C below. There are
a lot of things you can do with Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works if you
follow the terms of this agreement and help preserve free future access to
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works. See paragraph 1.E below.


                                   1.C.


The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" or
PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works. Nearly all the individual works in the
collection are in the public domain in the United States. If an individual
work is in the public domain in the United States and you are located in
the United States, we do not claim a right to prevent you from copying,
distributing, performing, displaying or creating derivative works based on
the work as long as all references to Project Gutenberg are removed. Of
course, we hope that you will support the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} mission of
promoting free access to electronic works by freely sharing Project
Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} works in compliance with the terms of this agreement for
keeping the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} name associated with the work. You can
easily comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
same format with its attached full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License when you
share it without charge with others.


                                   1.D.


The copyright laws of the place where you are located also govern what you
can do with this work. Copyright laws in most countries are in a constant
state of change. If you are outside the United States, check the laws of
your country in addition to the terms of this agreement before
downloading, copying, displaying, performing, distributing or creating
derivative works based on this work or any other Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work.
The Foundation makes no representations concerning the copyright status of
any work in any country outside the United States.


                                   1.E.


Unless you have removed all references to Project Gutenberg:


                                  1.E.1.


The following sentence, with active links to, or other immediate access
to, the full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License must appear prominently whenever
any copy of a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work (any work on which the phrase
"Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project Gutenberg"
is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, copied or
distributed:


    This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
    almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away
    or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License
    included with this eBook or online at http://www.gutenberg.org


                                  1.E.2.


If an individual Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic work is derived from the
public domain (does not contain a notice indicating that it is posted with
permission of the copyright holder), the work can be copied and
distributed to anyone in the United States without paying any fees or
charges. If you are redistributing or providing access to a work with the
phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the work, you
must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7
or obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.


                                  1.E.3.


If an individual Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic work is posted with the
permission of the copyright holder, your use and distribution must comply
with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional terms imposed
by the copyright holder. Additional terms will be linked to the Project
Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License for all works posted with the permission of the
copyright holder found at the beginning of this work.


                                  1.E.4.


Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License
terms from this work, or any files containing a part of this work or any
other work associated with Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}.


                                  1.E.5.


Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this electronic
work, or any part of this electronic work, without prominently displaying
the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with active links or immediate
access to the full terms of the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License.


                                  1.E.6.


You may convert to and distribute this work in any binary, compressed,
marked up, nonproprietary or proprietary form, including any word
processing or hypertext form. However, if you provide access to or
distribute copies of a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work in a format other than
"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version posted
on the official Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} web site (http://www.gutenberg.org),
you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other form.
Any alternate format must include the full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License as
specified in paragraph 1.E.1.


                                  1.E.7.


Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, performing,
copying or distributing any Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} works unless you comply
with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.


                                  1.E.8.


You may charge a reasonable fee for copies of or providing access to or
distributing Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works provided that

    - You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
      the use of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} works calculated using the method you
      already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed to
      the owner of the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} trademark, but he has agreed to
      donate royalties under this paragraph to the Project Gutenberg
      Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid within 60
      days following each date on which you prepare (or are legally
      required to prepare) your periodic tax returns. Royalty payments
      should be clearly marked as such and sent to the Project Gutenberg
      Literary Archive Foundation at the address specified in Section 4,
      "Information about donations to the Project Gutenberg Literary
      Archive Foundation."

    - You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
      you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
      does not agree to the terms of the full Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License.
      You must require such a user to return or destroy all copies of the
      works possessed in a physical medium and discontinue all use of and
      all access to other copies of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} works.

    - You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
      any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
      electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
      receipt of the work.

    - You comply with all other terms of this agreement for free
      distribution of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} works.


                                  1.E.9.


If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic
work or group of works on different terms than are set forth in this
agreement, you must obtain permission in writing from both the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael Hart, the owner of the
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} trademark. Contact the Foundation as set forth in
Section 3 below.


                                   1.F.


                                  1.F.1.


Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to
identify, do copyright research on, transcribe and proofread public domain
works in creating the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} collection. Despite these
efforts, Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works, and the medium on which they
may be stored, may contain "Defects," such as, but not limited to,
incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright
or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk
or other medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot
be read by your equipment.


                                  1.F.2.


LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES -- Except for the "Right of
Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
trademark, and any other party distributing a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
electronic work under this agreement, disclaim all liability to you for
damages, costs and expenses, including legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE
NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH
OF CONTRACT EXCEPT THOSE PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE
FOUNDATION, THE TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT
WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL,
PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY
OF SUCH DAMAGE.


                                  1.F.3.


LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND -- If you discover a defect in this
electronic work within 90 days of receiving it, you can receive a refund
of the money (if any) you paid for it by sending a written explanation to
the person you received the work from. If you received the work on a
physical medium, you must return the medium with your written explanation.
The person or entity that provided you with the defective work may elect
to provide a replacement copy in lieu of a refund. If you received the
work electronically, the person or entity providing it to you may choose
to give you a second opportunity to receive the work electronically in
lieu of a refund. If the second copy is also defective, you may demand a
refund in writing without further opportunities to fix the problem.


                                  1.F.4.


Except for the limited right of replacement or refund set forth in
paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS,' WITH NO OTHER
WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.


                                  1.F.5.


Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the
exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or
limitation set forth in this agreement violates the law of the state
applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make
the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state
law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement
shall not void the remaining provisions.


                                  1.F.6.


INDEMNITY -- You agree to indemnify and hold the Foundation, the trademark
owner, any agent or employee of the Foundation, anyone providing copies of
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works in accordance with this agreement, and
any volunteers associated with the production, promotion and distribution
of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works, harmless from all liability, costs
and expenses, including legal fees, that arise directly or indirectly from
any of the following which you do or cause to occur: (a) distribution of
this or any Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work, (b) alteration, modification, or
additions or deletions to any Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work, and (c) any Defect
you cause.


                               Section  2.


           Information about the Mission of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}


Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} is synonymous with the free distribution of electronic
works in formats readable by the widest variety of computers including
obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the
efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks
of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance
they need, is critical to reaching Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}'s goals and ensuring
that the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} collection will remain freely available for
generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation was created to provide a secure and permanent future for
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} and future generations. To learn more about the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations
can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at
http://www.pglaf.org.


                                Section 3.


   Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation


The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of
Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service.
The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541.
Its 501(c)(3) letter is posted at
http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf. Contributions to the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full
extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr.
S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North
1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information
can be found at the Foundation's web site and official page at
http://www.pglaf.org

For additional contact information:


    Dr. Gregory B. Newby
    Chief Executive and Director
    gbnewby@pglaf.org


                                Section 4.


  Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive
                                Foundation


Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} depends upon and cannot survive without wide spread
public support and donations to carry out its mission of increasing the
number of public domain and licensed works that can be freely distributed
in machine readable form accessible by the widest array of equipment
including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are
particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United States.
Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable
effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these
requirements. We do not solicit donations in locations where we have not
received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or
determine the status of compliance for any particular state visit
http://www.gutenberg.org/fundraising/donate

While we cannot and do not solicit contributions from states where we have
not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against
accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us
with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make any
statements concerning tax treatment of donations received from outside the
United States. U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods
and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including
checks, online payments and credit card donations. To donate, please
visit: http://www.gutenberg.org/fundraising/donate


                                Section 5.


      General Information About Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works.


Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
concept of a library of electronic works that could be freely shared with
anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
eBooks with only a loose network of volunteer support.

Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} eBooks are often created from several printed editions,
all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. unless a copyright
notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance
with any particular paper edition.

Each eBook is in a subdirectory of the same number as the eBook's eBook
number, often in several formats including plain vanilla ASCII, compressed
(zipped), HTML and others.

Corrected _editions_ of our eBooks replace the old file and take over the
old filename and etext number. The replaced older file is renamed.
_Versions_ based on separate sources are treated as new eBooks receiving
new filenames and etext numbers.

Most people start at our Web site which has the main PG search facility:


    http://www.gutenberg.org


This Web site includes information about Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}, including how
to make donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation,
how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email
newsletter to hear about new eBooks.






***FINIS***